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Keine Punkte für TSV Friedland

Der Friedländer Cheftrainer Heinz Dahms (vorn) mit "Co" Jens Harbarg.
Der Friedländer Cheftrainer Heinz Dahms (vorn) mit "Co" Jens Harbarg.
Roland Gutsch

Fußball-Verbandsliga: Der Aufsteiger verliert sein erstes Saison-Heimspiel gegen den FC Mecklenburg Schwerin mit 1:3.

„Es reicht nicht, wenn wir jedes Mal sagen: ,Da haben wir schön was dazugelernt.‘ Jetzt muss auch Zählbares kommen“, war Heinz Dahms, Trainer von Fußball-Verbandsligist TSV Friedland 1814, nach der 1:3 (1:2)-Heimniederlage gegen den FC Mecklenburg Schwerin sauer. „Schade. Ein Unentschieden war möglich.“

Dass der Aufsteiger nach dem Auftakt-2:6 bei Favorit SV Waren 09 auch am Ende des 2. Spieltages ohne Punkt dastand, lag laut Goalgetter Denis Schmidt an taktischen Laxheiten: „Wir haben den Gegner am Anfang billig zu zwei Toren kommen lassen. Das kann nicht sein.“Der Plan, die neue geballte Fußball-Macht aus der Landeshauptstadt ab Abpfiff offensiv zu beeindrucken, war nach vier Minuten Makulatur. Die Schweriner durften flanken und ihr Bester, David Laudan, die Kugel per Seitfallzieher hübsch in den TSV-Kasten zimmern, der diesmal von Thilo Mülling gehütet wurde. Dann aber hatte Schmidt seinen großen Auftritt, als er – von Kämpfer Alex Bielesch in Ballbesitz gebracht – Gäste-Keeper Jesse-Ben Bochert zu weit vorn stehen sah und mit einer Bogenlampe überwand (13.). Dieser 106. Verbandsliga-Treffer in Schmidts Karriere brachte indes keine Sicherheit. Schwerin, spielkulturell im Vorteil, ging erneut in Front: Der Ex-Neubrandenburger Fiete Walter – Vater Rainer und Gattin schauten stolz zu – passte ungehindert über den Kopf von TSV-Verteidiger Christoph Zerwinski hinweg auf Kollege Christian Möller, 2:1 (20.).Es ehrt die Platzherren, dass sie nun konsequenter dagegenhielten (Tino Becker) und ein Gleichgewicht der Kräfte herstellten. Echte Torgefahr resultierte aber auch nach der Pause selten daraus. Typisch für diesen Friedländer Fußball-Tag, dass und wie man sich sogar noch eine 1:3-„Graupe“ einfing (83.). Ein Laudan-Freistoß berührte die Haartolle von Mark Eberst – drin.