Fußball

Munteres Derby sieht keinen Sieger

Mit einem knappen Kader bot der 1. FC Neubrandenburg 04 im Testspiel gegen die klassenhöhere TSG Neustrelitz einen ansehnlichen Auftritt.

Allgemeiner Tenor: Darauf lässt sich aufbauen! Die Verbandsliga-Fußballer vom 1. FC Neubrandenburg 04 ließen ihrem Auftakt-Kick gegen Hansa Rostock (1:6) ein munteres Remis-Testspiel gegen die frisch zusammengestellte Oberliga-Truppe von Nachbar TSG Neustrelitz folgen. „Das hat Spaß gemacht“, stellte FCN-Rückkehrer Daniel Nawotke nach dem 3:3 (2:2) „nicht nur wegen meiner zwei Tore“ fest. „Wir sind nach der Sommerpause erst eine Woche im Trainingsprozess. Dafür waren die taktischen Abläufe schon ganz gut. Der Wechsel aus Kontern und Kombinationen klappte auch.“

Der 28-Jährige schloss in der 6. Minute einen ansehnlichen Spielzug erfolgreich ab und glich damit prompt die Führung von Ex-Regionalligist Neustrelitz (4./Bartosz Flis) aus. Wenig später verwertete er per Kopf eine präzise Flanke von seinem Kumpel Dennis Kühl zum 2:1 (16.). Noch vor der Pause sorgte der Neu-TSGler Flis mit einem
trockenen 18-Meter-Schuss für den Gleichstand. Im zweiten Durchgang setzte sich Alex Stoll in einem Strafraum-Gewusel konsequent durch und brachte die Neubrandenburger erneut nach vorn (72.). Die Gäste kamen aber noch zum 3:3, Dmytro Pylypchuck nutzte einen Stellungsfehler in der Abwehr des Hausherrn – Kopfball-Treffer (80.).

Trainergespann ist sehr zufrieden

Einer der wenigen Defensiv-Schnitzer des FCN in der 2. Halbzeit. „Insgesamt hat unsere Mannschaft nach der Pause hinten wenig zugelassen. Das sah schon ganz stabil aus“, sagte Coach Lutz Bruhn. Neuzugang Pascal Podgorny, in der Innenverteidigung eingesetzt, kriegte ein Extralob ab. „Und in puncto Torchancen war unsere Truppe insgesamt sogar einen Tick besser als der Gegner.“ Mike Hinz, der mit Bruhn das Trainer-Gespann beim FCN bildet, machte klar: „Wir nutzen diese Spiele, um einiges auszuprobieren. Auch dieses Mal haben wir Positionen umbesetzt.“

Dabei war der Club-Kader ziemlich dezimiert. Wegen Verletzungen, Krankheit, Urlaubs und Verpflichtungen im Job standen lediglich 13 Männer zur Verfügung. Dennoch, das Team funktionierte. Obgleich
es sich „nur“ um eine Vorbereitungspartie handelte: Der Sieg war umkämpft. Dass keinem die Sache einerlei war, zeigte sich – hüben wie drüben – mit einem hohen Engagement. Einmal allerdings auch per „Rudel-Bildung“ und Hektik. Mittendrin: FCN-Leuchtturm Toni Telle. Der winkte später ab: Halb so wild. „Wichtig ist, dass wir hier ein ordentliches Spiel gegen einen Oberliga-Aufstiegskandidaten abgeliefert haben.“

Roland Gutsch

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