Tennis

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Per Umweg aufgestiegen in die Ostliga

Die Rot-Weiß-Spielerinnen Jenny Lange, Emily Junghanß, Ann-Elaine Teetzen, Juliane Voigt und Julia Pawel (von links)
Die Rot-Weiß-Spielerinnen Jenny Lange, Emily Junghanß, Ann-Elaine Teetzen, Juliane Voigt und Julia Pawel (von links)
Roland Gutsch

Sie hatten den Aufstieg schon abgeschrieben, doch nun ist der Traum doch wahr geworden: Das Frauen-Team vom TC Rot-Weiß Neubrandenburg bekommt es im Jahr 2019 mit Konkurrenten aus dem Nordosten zu tun.

Nicht Kühlungsborn, Greifswald und Warnemünde werden die Tennis-Frauen vom TC Rot-Weiß Neubrandenburg in der kommenden Saison ansteuern, sondern Berlin, Dresden, Erfurt. Die Fahrten werden weiter, das sportliche Niveau wächst. Was das Team selbst schon abgeschrieben hatte, kam im Nachgang doch noch: Aufstieg in die Ostliga. „Für uns ist das echt überraschend, umso größer die Freude“, reagierte Kapitänin Jenny Lange. „Im dritten Versuch haben wir es also gepackt.“

Per Umweg: Nachdem sie zum dritten Mal in Folge den Titel in der Landesmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern gewonnen hatten, trumpften die Rot-Weißen in der Qualifikation für die nächsthöhere Tennis-Etage klasse auf. Dem 8:1-Träumchen beim TC Optimus Erfurt folgte freilich auf der heimischen Anlage am Reitbahnsee gegen Blau-Weiß Dresden Blasewitz II eine knappe 4:5-Niederlage. Aus der Traum.

Einige Wochen später dann die unerwartete Wendung. Jenny Lange erhielt einen Anruf vom Tennis-Landesverband. In Aussicht gestellt wurde ein Nachrücker-Platz in der Ostliga, weil sich eine Mannschaft daraus für 2019 abgemeldet hatte. Ob man – zumal starker Zweiter in der Aufstiegsrunde – bereit sei einzuspringen. Und ob! Jenny Langes Telefonrunde mit den Kolleginnen Juliane Voigt, Alicia Bombowsky, Ann-Elaine Teetzen, Trixie Heller, Julia Pawel und Emily Junghanß ergab: Alle sind heiß drauf.

Sponsoren werden gesucht

Es musste aber noch einige Zeit vergehen, ehe die „Absegnung“ kam. Nun ist es amtlich: „Wir sind dabei! Von Bernd Wacker, dem Ostliga-Verantwortlichen, haben wir nach einer letzten Beratung die Bestätigung bekommen“, zeigte sich Cheftrainerin Ines Lange total happy. „Im kommenden Jahr können wir testen, ob wir da oben mithalten können.“

„Einen großartigen Erfolg“ nennt der Vereinsvorsitzende Hartmut Tegge den Aufstieg. „Wir verfügen über ein junges Frauen-Team, die meisten der Spielerinnen kennen sich schon lange – jetzt haben sie gemeinsam eine interessante und anspruchsvolle Saison vor sich“, so Tegge. „Wir als Verein stehen voll hinter ihnen. Unsere Aufgabe in den kommenden Wochen ist es, Sponsoren zu gewinnen, zum Beispiel für die Finanzierung der weiten Fahrten.“