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Spielverlegung kommt dem FCN gelegen

Dariusz Kolacki bleibt Trainer beim 1. FC Neubrandenburg 04.
Dariusz Kolacki bleibt Trainer beim 1. FC Neubrandenburg 04.
Roland Gutsch

Der Kick von Neubrandenburgs Oberliga-Fußballern bei Hansa Rostock II ist verschoben worden. Dariusz Kolacki bleibt Trainer des Viertorestädter Clubs.

Diese Spielverlegung „kommt nicht ungelegen“, gibt Achim Biermann, Pressesprecher von Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04, zu. „Wir haben einige Verletzte im Kader. Die können sich nun ein paar Tage länger auskurieren.“ Auf Bitten von Hansa Rostock II wurde die ursprünglich für Sonntag geplante Punkte-Partie im Ostseestädter Volksstadion auf den 16. November (13.30 Uhr) verschoben. Der FC Hansa hatte laut dessen Medien-Mitarbeiter Lorenz Kubitz „unglücklicherweise drei Spiele gleichzeitig für zwei Plätze angesetzt, auch die der A- und B-Junioren“, und deshalb um eine Verlegung gebeten. Die nickte der FCN nicht ungern ab.

Seit dem hart erkämpften 2:1-Sieg-Kick über Lichtenberg 47 am vorigen Wochenende macht Kapitän Daniel Nawotke eine Zerrung im Hüftbereich zu schaffen. „Es schmerzt bei jeder Bewegung.“ Er sei in Behandlung und hoffe, die leidige Sache bis zum Heimspiel gegen den FSV Union Fürstenwalde am kommenden Sonnabend (8. November/13.30 Uhr) endgültig los zu sein. Mit Blessuren plagten sich in den vergangenen Tagen auch die Abwehr-Männer Tom Buschke und Guido Träger herum, die dürften bis zum Anpfiff der Partie in sieben Tagen Geschichte sein. Gut möglich, dass dann Maciej Melerski und Clemens Hantke ebenfalls wieder zur Verfügung stehen. Wenn es ideal läuft, hat Trainer Dariusz Kolacki also – bis auf den Rot-Gesperrten Denny Meincke – seine Bestformation am Start.

Dass Kolacki weiter der Coach der FCN-Ersten bleibt, bekräftigte der Vereinsvorstand nach einer Aussprache. „Wir sind uns mit dem Trainer einig: Wir setzen unsere Zusammenarbeit fort. Das stand für uns aus sportlicher Sicht auch trotz der drei Niederlagen zuvor nie zu Debatte“, wird Club-Präsident Klaus-Detlef Schnoor in einer Pressemitteilung zitiert. Irritationen seien in dem Gespräch mit Dariusz Kolacki beseitigt worden.

Der FCN-Trainer hatte vor gut einer Woche gegenüber dem Nordkurier angekündigt, seinen Vertrag zum Ende der 1. Halbserie aufzulösen, sollte es gegen Lichtenberg die vierte Nieder­lage in Folge geben. Er sprach über seine Unzufriedenheit in puncto Kommunikation mit dem Vorstand, Trainingsbeteiligung und Motivation der Spieler. Schnoor hatte kurz nach dem folgenden Heimsieg Unverständnis über die Veröffentlichung geäußert und von „einer Scheindebatte“ gesprochen.

Möglicherweise wird Kolacki fortan der Mittelfeld-Routinier Tomasz Parzy als Co-Trainer zur Seite stehen. „Das könnte eine Übergangslösung sein“, bestätigte Pressesprecher Biermann. Parzy fällt wegen einer Kreuzbandverletzung derzeit als Spieler aus. Keinen „Co“ zu haben war ein weiterer Kritikpunkt von Dariusz Kolacki gewesen.