Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn kam es monatelang zu Ausfällen.
Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn kam es monatelang zu Ausfällen. Stefan Sauer
Bahnverkehr

Ab Montag wieder mehr Züge zwischen Pasewalk und Ueckermünde

Seit Monaten fallen in MV auf mehreren Strecken viele Züge aus. Die Bahn verspricht nun Besserung, zunächst teils mit Bussen. Der Ärger im Land über einzelne Entscheidungen bleibt groß.
dpa
Schwerin

Nach zwei Monaten erheblicher Zugausfälle soll es auf der Linie RB17 Wismar-Schwerin-Ludwigslust ab Samstag wieder Normalverkehr geben. Dies kündigte die DB Regio am Donnerstag an. Der Stundentakt auf der Strecke soll dann wieder gewährleistet sein. An diesem Donnerstag und Freitag verkehrten für die täglich neun ausfallenden Verbindungen Expressbusse zwischen Ludwigslust und Schwerin, sagte eine Bahnsprecherin auf Anfrage. Bisher sei solch ein Ersatzangebot aufgrund zu geringer Kapazitäten von Busanbietern nicht möglich gewesen.

Ersatzbusse nicht überall aufgeführt

Díe Ersatzbusse sind allerdings nicht in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn im Internet zu finden. In der Kürze der Zeit sei es nicht möglich gewesen, sie in das System einzupflegen, sagte die Sprecherin.

Auch auf den Linien RE4 und RE7 werde es eine Stabilisierung geben, sagte die Bahn-Sprecherin. „Es wird ab dem 19. September wieder ein vollständiger Stundentakt zwischen Ueckermünde und Pasewalk angeboten” Darüber hinaus gelte aufgrund der Bauarbeiten auf der RE4 ein Baufahrplan.

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Die Fahrten der RE7 zwischen Greifswald und Stralsund – zwei bis vier Züge pro Richtung und Tag, je nach Fahrplantag – würden voraussichtlich ab dem 4. Oktober wieder angeboten. Als Ersatz könnten bis dahin die Züge der Linie RE3 oder RE10 genutzt werden, die gemeinsam ein stündliches Angebot zwischen Stralsund und Greifswald böten. Die DB Regio betonte, sie erbringe aktuell 98 Prozent ihres Verkehrsangebotes in MV.

Pro Bahn sieht Benachteiligung des ländlichen Raumes

Seit Juli hatte die Bahn Nahverkehrszüge auf einzelnen Strecken im Nordosten in teils erheblichem Umfang gestrichen und dies mit einem hohen Krankenstand begründet. Zuletzt wurden die Ausfälle wochenweise verlängert. Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte die Streichungen kritisiert und von einer Benachteiligung des ländlichen Raums gesprochen.

Während etwa bei der S-Bahn in Rostock, die ebenfalls von DB Regio betrieben wird, in den Stoßzeiten ein 7,5-Minuten-Takt aufrechterhalten werde, lasse man Züge im ländlichen Raum über längere Zeit ausfallen. Die Menschen dort seien stärker betroffen, wenn der Zug plötzlich nur noch alle zwei Stunden fahre als wenn in Rostock die S-Bahn nur alle 10 Minuten verkehre.

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