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Gelungene Box-Premiere

Der aus Cottbus stammende Phillip Nsingi (rechts) landete für den UBV 48 Schwedt einen Sieg gegen den Berliner  Zadhishvilli.
Der aus Cottbus stammende Phillip Nsingi (rechts) landete für den UBV 48 Schwedt einen Sieg gegen den Berliner  Zadhishvilli.
Carola Voigt

Amateure und Profis gestalten in Schwedt einen viel beachteten gemeinsamen Kampfabend.

Mit dem Kampfabend „Boxen in Schwedt“ betrat der UBV 48 neue Wege. Da der Verein nicht für die Bundesliga meldete, wurde nach neuen Möglichkeiten gesucht, den Boxfans in der Uckermark weiter attraktive Veranstaltungen anzubieten. So gestalteten nun Amateurboxer und Profis einen gemeinsamen Kampfabend. Der Versuch war es wert. Eine volle Halle bewies großes Interesse an spannenden Kämpfen, die dann auch an Qualität keine großen Wünsche offen ließen.Bei den sechs Amateurkämpfen kamen vier UBV-Boxer zum Einsatz. Zur Einstimmung zeigten die Akro-Cheerleader einen tollen Auftritt. Den Auftakt vollzog German Jabs (UBV) mit einem klaren Punktsieg gegen Moussa (Berlin). Dann standen sich mit Dennis Weber (UBV) und Isaev (SC Berlin) zwei Deutsche Meister gegenüber. In einem schlagstarken Gefecht stellten beide ihr Können unter Beweis. Der Berliner siegte nach Punkten. Danny Rost (UBV) traf danach auf Kasem (Eintracht Berlin). Das Duell war lange Zeit offenen, ehe Rost nach Punkten gewinnen konnte. Phillip Nsingi (Cottbus), mehrfacher deutscher Meister, der für die Schwedter in der Bundesliga viele Kämpfe bestritt, traf auf den Berliner Zadhishvilli. Er setzte ihn von Anfang an unter Druck, hatte ihn in Runde zwei kurz vor dem vorzeitigen Ende. Aber es wurde „nur“ ein überlegener Sieg nach Punkten. David Kremers (Motor Babelsberg) verlor gegen Dzakhaev (Eintracht Berlin) schon in der 1. Runde durch technischen K.o. Im letzten Amateurkampf stand mit dem Prenzlauer Roy Baumann ein UBV-Boxer im Ring, der mit Benjamin Kremers (Babelsberg) einen starken Gegner hatte. Angefeuert von der großen Fangemeinde, darunter auch seine Familie, fehlte ihm am Anfang die Lockerheit. So blieb der Kampf lange offen. Letztlich aber ein sicherer Punktsieg für Baumann.Nach einer kurzen Pause, in der das Kampfgericht getauscht wurde, gab es zwei mit Spannung erwarteten Profikämpfe. Ein toller Auftritte der „Beasty Boxing Girls“ vom UBV 48 sorgte zunächst für Stimmung. Danach standen sich Bouraina Cisse aus Mali und Puyan Etessami aus Berlin gegenüber. Letzterer gewann in Runde vier durch technischen K.o. Mit Christoph Woditschka stand dann ein Schwedter Urgestein im Hauptkampf des Abends. Der langjährige UBV-Mannschaftkapitän wurde in der Ringecke von Danilo Häussler, Ehrenmitglied beim UBV, betreut. Angesetzt waren vier Runden gegen den erfahrenen Boxer Vladimir Fecko (Tschechien/71 Kämpfe). In den ersten beiden Runden hielt „Woddy“ seinen Gegner auf Distanz und brachte seine Treffer an. Unbeeindruckt griff Fecko weiter an und setzte den Schwedter in Runde vier sehr unter Druck. Mit viel Kampfeswillen und Überblick gewann der Schwedter seinen siebten Profikampf. Und keineswegs nebenbei: Für den UBV 48 bestand Walter Kotzian seine Premiere als Ringsprecher mit Bravour.