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Einheit holt erstmals den ME-LE-Cup

So sehen Sieger aus: Die Spieler des FSV Ueckermünde gewannen das Torgelower Traditionsturnier und holten sich damit erstmals den ME-LE-Cup.
So sehen Sieger aus: Die Spieler des FSV Ueckermünde gewannen das Torgelower Traditionsturnier und holten sich damit erstmals den ME-LE-Cup.
Andy Bünning

Zum ersten Mal konnte Ueckermünde das hochklassige besetzte Traditionsturnier gewinnen. Gastgeber TFC Greif blieb dagegen mit dem vierten Platz unter den Erwartungen. 

Am Ende waren die beiden ein beliebtes Fotomotiv: Ueckermündes Torwart Tim Beyer und der Siegerpokal des 15. ME-LE Cups. Der Keeper des FSV Einheit glänzte am Sonnabend mit einer starken Leistung im Tor und machte auch noch eine gute Figur als Torschütze.

Im Halbfinale gegen den Torgelower FC Greif erzielte er den goldenen Treffer zum 1:0-Sieg. Später im Endspiel sorgte er für die zwischenzeitliche 2:1-Führung gegen den VFC Anklam. Als Sahnehäubchen hielt Tim Beyer im Neunmeterschießen einen Ball und ließ den FSV Einheit einen unerhofften Turniersieg bejubeln.

Das Endspiel vor über 400 Zuschauern war bis zur letzten Sekunde hochspannend. Nach 15 Spielminuten stand es 2:2. Schließlich setzten sie die Fußballer aus der Haffstadt im Neunmeterschießen hauchdünn mit 3:2 durch. „Entscheidend bei uns ist, dass wir als Gruppe stark sind“, freute sich Einheit-Trainer Thorsten Bergin über den Premierensieg in der Torgelower Volkssporthalle.

Dabei war sein Team katastrophal ins Turnier gestartet. Gegen die Pogon-Bubis aus Szczecin wurde der FSV mit 2:7 vorgeführt. Danach lief es aber besser. Zwei Siege gegen Löcknitz (5:0) und Grimmen (4:0) reichten für das Halbfinale. Dort überraschte Einheit dann mit einem 1:0-Sieg gegen Greif Torgelow.

„Im Moment spielt Ueckermünde eben den besten Hallenfußball. Herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg“, gratulierte Dietrich Lehmann dem FSV. Der ME-LE-Chef hätte natürlich gerne den TFC Greif als Sieger gesehen. „Aber Ueckermünde war besser und hat verdient gewonnen“, sagte er.

Der Torgelower FC Greif enttäuschte in der Vorrunde seine Fans nicht. Zwei Siege gegen Anklam (3:0) und Pasewalk (3:0) sowie ein Unentschieden gegen die TSG Neustrelitz II (1:1) ließen auf den Turniersieg hoffen.

„Dass wir im Halbfinale verloren haben, war unsere eigene Schuld. Genug Chancen haben wir gehabt“, bilanzierte Coach Tomasz Grzegorczyk. Im Spiel um Platz drei demütigten dann die Pogon-Bubis den Gastgeber. Die 16- bis 18-jährigen polnischen Ballzauberer siegten mit 5:2. Greifs Vorstandsmitglied Dietrich Lehmann schwärmte hinterher vom Pogon-Nachwuchs. „Was die am Ball können, ist genial“.

Dass Pogon nicht im Finale stand, war vielleicht die größte Überraschung. Im Halbfinale führten die Szczeciner schon mit 2:0 gegen den VFC Anklam. Den Peenestädtern glückte aber noch der 2:2-Ausgleich und ein knapper Sieg im Neunmeterschießen.

„Daher können wir mit dem 3. Platz nicht ganz zufrieden sein. Trotzdem war es für die jungen Spieler ein Fest, bei diesem guten Turnier dabei gewesen zu sein“, bilanzierte Pogon-Trainer Adam Golbowski.

Platz fünf ging an die Reserve der TSG Neustrelitz. Dahinter platzierte sich der Grimmener SV. Die Ränge sieben und acht belegten Pommern Löcknitz und der Pasewalker FV.

Den Pokal für den besten Turnierspieler nahm Sebastian Kowalczyk (Pogon) mit nach Hause. Wie schon im Vorjahr wurde wieder Marcin Markiewicz (Greif) bester Torwart. Abgerundet wurde der erfolgreiche Nachmittag für den FSV Einheit Ueckermünde von Adam Celeban. Der Pole wurde Torschützenbester mit sechs Treffern. „Wir können mit diesem Tag sehr zufrieden sein“, sagte Tim Beyer hinterher.