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Familientreffen in Bentwisch

Die Ueckermünder Kicker um Kay Reinke (hier am Ball) wollen in Bentwisch den zweiten Saisonerfolg feiern.
Die Ueckermünder Kicker um Kay Reinke (hier am Ball) wollen in Bentwisch den zweiten Saisonerfolg feiern.
Christian Johner

Der Torgelower FC Greif hat in der Fußball-Verbandsliga eine unangenehme Aufgabe vor der Brust. Währenddessen will der FSV Einheit Ueckermünde beim FSV Bentwisch an die Darbietung aus der Vorwoche gegen Wismar anknüpfen.

Am 10. Spieltag der Fußball-Verbandsliga will der Torgelower FC Greif im Heimspiel gegen den SV Pastow zur alten Spielstärke zurückfinden. Zuetzt tat sich der TFC in Anklam lange Zeit sehr schwer. Letztlich siegten die Torgelower glücklich mit 1:0. „Die Einstellung muss im Spiel gegen Pastow besser sein als in Anklam“, meint Greifs sportlicher Leiter Peter Jandt im Hinblick auf die Begegnung am Samstag (Anstoß 13.30 Uhr).

Speziell gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte tat sich der TFC oft schwer. Am Wochenende kommt mit dem SV Pastow eine Elf aus dem Niemandsland der Verbandsliga in die Ueckerstadt. Doch den Pastowern gelang am letzten Spieltag eine dicke Überraschung mit dem 3:2 über das Topteam FC Mecklenburg Schwerin. Die Torgelower sind also gewarnt.

Der TFC muss auf die gesperrten Leistungsträger Michal Kotula und Martin Kopecky verzichten. Besonders die jungen Spieler müssen nun in die Bresche springen. Peter Jandt hat vollstes Vertrauen in die Youngsters: „Sie haben sowohl im Training als auch in ihren Einsatzminuten gute Leistungen gezeigt.“ Ob das Duell auf Natur- oder Kunstrasen stattfindet, ist noch ungewiss. „Es kommt darauf an, wie sich das Wetter verhält. Aber wir würden natürlich viel lieber auf Naturrasen spielen. Dort können wir unsere Qualitäten am besten ausspielen“, so Peter Jandt.

Ex-Ueckermünder freut sich auf das Wiedersehen

Derweil muss der FSV Einheit Ueckermünde am Samstag zum FSV Bentwisch reisen (Anstoß 13.30 Uhr). Der FSV Einheit erlebte zuletzt ein dramatisches Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten Anker Wismar mit einer am Ende unglücklichen 1:2-Niederlage. Ueckermündes Geschäftsführer Ronny Stieg ist für die Aufgabe in Bentwisch durchaus positiv gestimmt: „Wir haben gegen Anker eine starke Leistung abgeliefert. Wenn wir diese in Bentwisch wiederholen, dann haben wir richtige gute Chancen, Zählbares mit nach Hause zu nehmen“.

Der Kontrahent FSV Bentwisch geht selbstbewusst in die Partie. Zuletzt gelang dem FSV ein 5:0-Kantersieg beim FC Pommern Stralsund. „Bentwisch ist eine junge und starke Mannschaft. Wir müssen die gleiche Leidenschaft wie gegen Wismar an den Tag legen“, sagt Stieg.

Für einige Ueckermünder wird es am Wochenende ein Wiedersehen geben, denn im Kader des FSV Bentwisch steht Hendryk Stahl. Stahl spielte drei Jahre lang für die Haffstädter, bevor er 2012 aufgrund eines Studiums von Ueckermünde zum Rostocker FC wechselte. Seit dieser Saison läuft Stahl für den FSV Bentwisch auf. „Ich freue mich riesig auf dieses Spiel. Ich habe in Ueckermünde viele wichtige Erfahrungen gemacht“, erzählt der 25-jährige. In Stralsund zog sich Stahl eine leichte Prellung zu. Die Chancen auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Klub stehen trotzdem sehr gut.

Vor allem auf das Treffen mit Trainer Thorsten Bergin und Stürmer Adam Celeban ist der Mittelfeldspieler gespannt: „Von Thorsten Bergin konnte ich als junger Spieler sehr viel lernen, weil er das Gespräch mit seinen Schützlingen sucht. Das finde ich wichtig im Sport. Und Adam Celeban ist ein klasse Kicker. Wir haben uns auf dem Spielfeld super verstanden, da wir ähnliche Ansichten vom Fußball pflegen.“

Stahl verfolgt das Geschehen beim FSV Einheit weiterhin ganz genau: „Die Entwicklung in der Heimat ist sehr positiv. Das liegt besonders an meinem ehemaligen Chef Peter Ruhnau, der die Dinge realistisch und optimal einschätzen kann.“

Am Wochenende mit dabei ist auch Stahls Familie, die extra aus Ueckermünde anreist. Eines steht für Hendryk Stahl jedoch fest – Geschenke will der Mittelfeldakteur am Samstag nicht verteilen: „Das ist für uns ein 6-Punkte-Spiel.“