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Freude auf Polens Judo-Asse

Jan Thurow (links, beim Vier-Tore-Turnier) wird auch beim Kampfsportfestival auf der Matte stehen.
Jan Thurow (links, beim Vier-Tore-Turnier) wird auch beim Kampfsportfestival auf der Matte stehen.
Thomas Krause

In Ueckermünde wird am Sonnabend wieder das deutsch-polnische Kampfsportfestival ausgetragen.

Vor sieben Tagen, beim Vier-Tore-Turnier in Neubrandenburg, haben die Jungen des Ueckermünder Judoclubs schon gute Leistungen gezeigt. Jan Thurow und Gustav Krumnow triumphierten bei dem Riesen-Turnier sogar in ihren Altersklassen. Was die Haff-Judoka so drauf haben, wollen sie auch am Sonnabend zeigen – dann vor heimischem Publikum.

Der Ueckermünder Judoclub richtet zum 14. Mal das deutsch-polnische Kampfsportfestival aus. In der Sporthalle des Greifen-Gymnasiums werden mehr als 200 Sportler aus Deutschland und Polen erwartet. „Wir rechnen mit etwa 80 Aktiven aus Polen“, sagt UJC-Chef Torsten Krumnow. Eingeladen worden seien beispielsweise Judoka aus Szczecin und Gdansk. Leider finde gleichzeitig in Rostock ein ähnlich großes Turnier statt.

„Vereine aus der Region um Rostock fahren dann eher dorthin. Wir schauen bei der Saisonplanung natürlich schon immer, wo andere Turniere geplant sind. Aber dass zwei Turniere an einem Tag stattfinden, lässt sich nie vermeiden“, meint Torsten Krumnow.

Die Freude auf das Heimturnier ist dennoch groß beim Club vom Haff. „Sich mit den polnischen Judoka zu messen, ist immer wieder schön“, sagt der Club-Vorsitzende. Polnische Kämpfer hätten eine andere Mentalität, es sei immer eine Herausforderung, gegen sie anzutreten.

Mit Stettiner Judoclubs sei man inzwischen sogar schon freundschaftlich verbunden.„Wir sind regelmäßig in Stettin bei Turnieren“, sagt Krumnow. Außerdem sei es einfach auch schön, dass die Ueckermünder Judotalente vor eigenem Publikum kämpfen könnten.

Die ersten Duelle bei dem Festival, das wieder von der Kommunalgemeinschaft Pomerania gefördert wird und die dafür sorgt, dass die Kinder unter anderem Essen kostenlos bekommen, beginnen um 10 Uhr. Das deutsch-polnische Kampfsportfestival dient vielen Athleten als Generalprobe für die Landesmeisterschaften, die eine Woche später in Ribnitz-Damgarten stattfinden.

Im 50. Jahr des Judosports in Ueckermünde ist am Nachmittag gegen 16 Uhr noch ein besonderer Höhepunkt vorgesehen – so genannte Champions-Classics. Auf den Matten wollen dann die Männer Kostproben ihres Könnens zeigen. „Da dürfte es richtig zur Sache gehen“, meint Torsten Krumnow.