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"Projekt 2010 2. Bundesliga"

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Zuschauer-Primus will weiter nach vorn

"Projekt 2010 2. Bundesliga" steht noch immer auf der ersten Seite des Internetauftritts der Usedomer Regionalliga-Handballer.

"Projekt 2010 2. Bundesliga" steht noch immer auf der ersten Seite des Internetauftritts der Usedomer Regionalliga-Handballer. Auf dieses Ziel angesprochen, relativiert Trainer Jens Teetzen die Ansprüche. "Dieses Ziel wurde ausgegeben, da gab es noch keine konkreten Planungen für die Umstrukturierung des Spielbetriebs, für eine eingleisige Zweite Liga." Dennoch hält der Verantwortliche eine langfristige Perspektive und Planung für angebracht. "Wir wollen in die 3. Liga und uns dort etablieren. Und das geht auch nur, wenn wir weiterhin Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft integrieren", will der Ahlbecker Trainer an seinem Konzept festhalten.

Allerdings soll in der am 12. September mit zwei Heimspielen in Folge beginnenden Meisterschaft endlich auch auswärts der Knoten platzen, die Mannschaft zu mehr Stabilität und Sicherheit finden. "In der vergangenen Saison waren unsere Leistungen einfach noch zu schwankend. Auswärts haben wir zu wenig Punkte geholt", hofft Teetzen, dass am Saisonende mehr als ein siebenter Tabellenplatz herausspringt. Seinen Optimismus zieht er aus der Vorbereitung: "Wir haben zweimal am Tag trainiert. Vormittags hatte ich immerhin elf Leute da. So ein Pensum wurde von einer HSV-Mannschaft noch nicht einmal absolviert, als der Verein in der Zweiten Liga war. Nun muss auch etwas davon zu sehen sein."

Zumindest gegen die höherklassigen Concordia Delitzsch und SC Magdeburg hat die Mannschaft schon gezeigt, wozu sie in der Lage sein kann, wenn das Potenzial über 60 Minuten abgerufen wird. Dann geht auch wieder das Publikum wie zu den besten Tagen mit. "Ich habe den Jungs gesagt, so eine Stimmung wie gegen Magdeburg können sie immer haben. In der Meisterschaft müssen sie nur oben mitspielen, die Schönwetterfans ziehst du eben nur über die Leistung", erzählt Jens Teetzen, der stolz auf die jüngsten Zahlen sein kann. Beim Zuschauer-Zuspruch sind die Usedomer schon die Nummer eins in der Regionalliga Nordost. Laut Statistik kamen in der abgelaufenen Saison insgesamt 12 000 Besucher, durchschnittlich 840 pro Spiel in die Ahlbecker Pommern-"Hölle".

Damit der Zuschauerstrom in die Halle nicht abreißt, wurden auch gezielt neue Spieler verpflichtet, die Altersstruktur ein bisschen verändert. "Auf der Torhüterposition haben wir uns ganz klar verstärkt. Maik Hintze hat eine ganz andere Ausstrahlung als seine Vorgänger", war Teetzen wichtig, mehr Erfahrung ins Team zu bringen. Der stämmige Lasse Behrens spielte zwischen 2003 und 2006 für den Regionalligisten SG Flensburg- Handewitt II, war zuletzt beim belgischen HC Eynatten unter Vertrag. Behrens kommt auf der halbrechten Position zum Einsatz.

Mit dem 20-jährigen, 1,97 Meter großen Kevin Wendlandt will Teetzen einen fairen Konkurrenzkampf im linken Rückraum entfachen. Der jüngere Bruder von HSV-Kreisläufer Oliver Wendlandt und ehemalige Junioren-Nationalspieler ist in der Cottbuser Handballschule groß geworden, spielte zuletzt beim Süd-Regionalligisten HSC Bad Neustadt.

Allerdings konnte der Neuling sein Können wegen einer Verletzung noch nicht zeigen. Beim Peenetal-Cup hatte Christoph Dübener keinen Konkurrenten, agierte etwas unglücklich in der Offensive und übermotiviert in der Abwehr. Seinen völlig überflüssigen Schlag ins Gesicht von Christian Fandrich (Loitz) kommentierte sein Trainer so: "So etwas hat bei einem Turnier nichts zu suchen. Die Spieler sollten immer die Leistung des Gegners respektieren."

In der Meisterschaft kann so ein Foul ungeliebte Folgen haben. Zumal es dort in diesem Jahr besonders eng zugehen wird. "Das ist schon beim Staffeltag recht deutlich geworden. Keiner will aufsteigen und kein Team absteigen. Viele Mannschaften werden sich mit dem Gegenüber auf Augenhöhe bewegen", will auch Teetzen keine Prognose abgeben.

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