Unsere Themenseiten

:

Lufthansa-Maschinen bleiben Montag am Boden

Flug annulliert: Ein Bild, das sich Passagieren am Montag wieder bietet. [KT_CREDIT] Foto: A. Dedert

VonChristian EbenerDer nächste Streiktag bei der Kranichlinie steht fest.Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal für Montag zum Arbeitskampf ...

VonChristian Ebener

Der nächste Streiktag bei der Kranichlinie steht fest.
Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal für Montag zum Arbeitskampf aufgerufen. Lufthansa fürchtet Millionenverluste und warnt vor Flugausfällen.

Berlin/Frankfurt. Fluggäste der Lufthansa müssen am kommenden Montag mit massiven Verspätungen und hunderten Flugausfällen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal zu einem ganztägigen und nahezu flächendeckenden Warnstreik aufgerufen.
Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen in dem Tarifkonflikt um Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 33 000 Technikern und Serviceleuten. Am 21. März waren bei einem kürzeren Warnstreik 700 Flüge ausgefallen.
Lufthansa rechnet für Montag sicher mit Flugausfällen, wie eine Sprecherin in Frankfurt erklärte. Die Passagiere würden frühzeitig vorgewarnt und könnten sich selbst über die Internet-Seiten des Unternehmens informieren.
Das Unternehmen erwartet in der Folge einen zweistelligen Millionenschaden. „Die Ankündigung ist wie ein Vollstreik zu bewerten. Die Grenzen eines Warnstreiks sind damit deutlich überschritten“, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. Der ganztägige Ausstand sei vor allem vor dem Hintergrund völlig unverhältnismäßig, dass bereits vier weitere Verhandlungstage an zwei Doppelterminen vereinbart seien. Das Unternehmen prüft rechtliche Schritte gegen die Gewerkschaft.
Verdi rief Mitarbeiter an den Flughäfen und Standorten Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf, Köln und Norderstedt auf. In Norderstedt sitzt die Lufthansa-Tochter LRS (Lufthansa Revenue Services GmbH), die geschlossen werden soll. In Berlin sind Aktionen bis zum frühen Nachmittag geplant, in Nürnberg am Morgen.
Verdi-Verhandlerin Christine Behle kritisierte das vorgelegte erste Angebot der Lufthansa. Es bedeute für die Beschäftigten mit Entgeltsteigerungen zwischen 0,4 und 0,6 Prozent im ersten Jahr deutliche Reallohnverluste und sei keinesfalls hinnehmbar. Lufthansa verweigere Zusagen zur Beschäftigungssicherung und spiele so mit den Ängsten der Mitarbeiter.