Sachbeschädigung am Haus von Bürgermeister Stefan Weigler in Wolgast. Die Polizei suchte am Fraitagabend nach Spuren
Sachbeschädigung am Haus von Bürgermeister Stefan Weigler in Wolgast. Die Polizei suchte am Fraitagabend nach Spuren. Tilo Wallrodt
Noch ist unklar, warum die Täter die Scheibe einschlugen.
Noch ist unklar, warum die Täter die Scheibe einschlugen. Tilo Wallrodt
Polizei

Ermittlungen nach Steinwurf auf Wohnhaus von Bürgermeister in Wolgast

Die Fensterscheibe wurde komplett zerstört, die Polizei fahndet nun nach den Täter. Der Bürgermeister befürchtet, dass etwas mit dem „Demonstrationstourimus” zutun hat.
dpa
Wolgast

In Wolgast (Vorpommern-Greifswald) sind Steine auf das Wohnhaus von Bürgermeister Stefan Weigler (CDU) geworfen worden. Wie ein Polizeisprecher am Samstag erklärte, ereignete sich der Vorfall am Freitagabend. Die Bewohner vernahmen erst einen Knall, danach knallte es erneut und eine Fensterscheibe mit Doppelverglasung ging zu Bruch. Verletzt wurde niemand. Die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar.

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Die Würfe von Unbekannten sollen von einer Hausseite gekommen sein, die an einer Bahnstrecke liegt. Die Polizei ermittelt bisher wegen Verdachts der Sachbeschädigung. Es werde zudem geprüft, ob das Ganze eine private oder eine dienstliche Ursache habe, hieß es.

Wolgast gilt seit Jahren als Hochburg für Proteste, zuletzt demonstrierten meist zwischen 1000 und 2000 Teilnehmer mittwochs gegen die Corona-Politik. Weigler hatte zuletzt Verständnis für Demonstrationen geäußert. Aber nicht zu dulden seien Drohungen, Beschimpfungen, Beleidigungen oder Straftaten, sagte der Bürgermeister. In einem Offenen Brief hatte er sich schon im Dezember besorgt darüber gezeigt, dass Enttäuschungen und Wut in Hass und Hetze umschlagen. Dass in Wolgast mittwochs, und nicht wie andernorts montags, demonstriert wird, führt nach seiner Auffassung zu „Demonstrationstourismus”.

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Kommentare (3)

Es war nur ein Stein und keine Handgranate. Komm damit klar!

Demonstrationstourismus. Was will der Wolgaster Bürgermeister damit sagen? Genehmigte Demos nur an vorbestimmten Wochentagen? Versammlungsteilnehmer nur aus dem Ort, in dem die Versammlung 1stattfindet? Das Niveau in diesem Land sinkt. Die einen stehen mit Fackeln vor Wohnhäuser von Politikern oder werfen Steine in deren Häuser, die anderen - immerhin Demokratieverteidiger - antworten verbal mit Demokratiedefiziten.

Das geht überhaupt nicht!!!
So etwas kann man nur verurteilen!
Der Bürgermeister hat sich immer verständnisvoll und völlig neutral gezeigt!
Die Täter sollten wenigstens den Arsch in der Hose haben und sich öffentlich entschuldigen...und natürlich die Kosten der Reparatur übernehmen!
Doch dafür braucht es Mut!