Ob und wann die Nikolaikirche in Anklam eine neue Turmspitze bekommt, ist weiter ungewiss. Eine Bewerbung um Bundesmittel ist
Ob und wann die Nikolaikirche in Anklam eine neue Turmspitze bekommt, ist weiter ungewiss. Eine Bewerbung um Bundesmittel ist erneut gescheitert. Stadtvertretung Anklam
Nationaler Städtebau

Ikareum-Bewerbung wieder gescheitert – Anklam geht leer aus

Anklam hatte gehofft, die neue Turmspitze des Ikareums als „nationales Projekt des Städtebaus” gefördert zu bekommen. Die Bewerbung ist erneut gescheitert.
Anklam

Auch im vierten Anlauf hat es die Hansestadt Anklam nicht geschafft, mit dem Ikareum zu den nationalen Projekten des Städtebaus zu zählen. Am Donnerstag wurden die ausgewählten Projekte für das Jahr 2022 von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) verkündet. Aus MV ist einzig die Umgestaltung des Umfelds der Stralsunder Marienkirche für 1,6 Millionen Euro auf der Liste der ausgewählten 18 Projekte zu finden.

Auch die Stadt Anklam hatte große Hoffnungen in das Förderprogramm gesetzt. So wird an der Kirche bereits in mehreren Abschnitten gebaut – die Spitze des Projekts fehlt im wahrsten Sinne des Wortes aber immer noch. So stehen aktuell noch keine Fördermittel für die neue Turmspitze auf der Nikolaikirche in Aussicht. Auch deshalb hatte man vor Ort in Anklam in Stadtpolitik und Verwaltung große Hoffnungen in das Bundesprogramm gesetzt, die nun erneut scheiterten.

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Stralsund profitiert bei der Neugestaltung des Umfeldes der Marienkirche von einer Förderung durch den Bund in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Die für die Region zuständige Bundestagsabgeordnete Anna Kassautzki (SPD) aus Greifswald begrüßte die Aufnahme in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Das Vorhaben sei damit eines der „Premiumprojekte der Baukultur in Deutschland“, erklärte sie in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das Projekt gehört zur Neugestaltung des angrenzenden Neuen Marktes. Hier sollen etwa die Ausmaße eines mittlerweile verschwundenen historischen Rathauses in Form einer Wasserfläche sichtbar gemacht, ein sowjetischen Ehrenmal saniert und bisher für Parkplätze reservierte Flächen anderweitig genutzt werden.

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