PER KNOPFDRUCK VERSTECKT

Greifswalder mit Kennzeichen-Jalousie am Auto erwischt

An einem Blitzer ungeschoren davonkommen? Das hat ein Autofahrer aus Vorpommern mit einer raffinierten Vorrichtung versucht. Jetzt droht ihm viel Ärger.
dpa
Per Knopfdruck wird die Jalousie vor das Kennzeichen gerollt. So eine Vorrichtung wurde in der Vergangenheit beispielsweise au
Per Knopfdruck wird die Jalousie vor das Kennzeichen gerollt. So eine Vorrichtung wurde in der Vergangenheit beispielsweise auch schon in Bayern einem Autofahrer zum Verhängnis. Polizei
Fürstenberg.

Die Polizei im Norden Brandenburgs ermittelt wegen des Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs gegen einen Autofahrer aus Vorpommern. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, war der 50-Jährige vor wenigen Tagen mit einem sogenannten Kennzeichen-Rollo bei einer Routinekontrolle in Fürstenberg (Oberhavel) kurz vor der Landesgrenze aufgefallen. Über eine Fernsteuerung konnte der Fahrer auf Knopfdruck sein vorderes Autokennzeichen damit abdecken, was im Straßenverkehr verboten ist. Die Polizei vermutet, dass Fahrer so Geschwindigkeitskontrollen aus dem Weg gehen wollen.

Freiheitsstrafe bei Kennzeichenbetrug

Den Polizisten war so eine technische Zusatzeinrichtung nicht ganz unbekannt, wie die Sprecherin in Neuruppin sagte. Vor etwas mehr als einem Jahr war in Neuruppin ein anderer Autofahrer auch mit einem solchen Bauteil aufgefallen und ertappt worden.

Die Beamten beschlagnahmten die Manipulationseinrichtung vom Auto des 50-jährigen Fahrers aus der Nähe von Greifswald. Er müsse nun mit einem Strafverfahren rechnen. Für Kennzeichenmissbrauch könnten die Justizbehörden eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verhängen, hieß es.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Fürstenberg

Kommende Events in Fürstenberg (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (6)

Auto konfizieren, versteigern, und den Erlös in die maroden Schulen stecken, damit Bildung wieder einen Stellenwert bekommt. Das wäre die richtige Strafe. Der Rest kann ja dann noch zusätzlich verhängt werden.

... beschädigte ein 35jähriger in NB über 100 Fahrzeuge und bekam ein freundliches "du-du" mit auf dem Weg, das war's.

Aber für ein Rollo am Auto fast mit der Todesstrafe drohen.

Wer den Staat bescheißt ist ein höheres Delikt als Moird oder sonstiger Unsinn den mann anstellen kann.

Wie kommt man auf die Idee, dass ein Jahr Strafandrohung mit einer lebenslangen Haft oder der Todesstrafe gleichzusetzen ist?

Man sollte sich in diesem Land mal ernsthaft Gedanken darüber machen inwieweit manche Bürger geistig zurechnungsfähig zu sein haben, um vollumfänglich an gesellschaftlichen Prozessen zu partizipieren, die das Leben von Millionen Mitbürgern beeinflussen können.

Man könnte auch eine ganz andere Verkehrspolitik betreiben, dann ist das Auto überflüssig. Genau das möchte man derzeit verhindern.

MeckPom Bayern, oder Baden-Baden, wo die Baden baden?
IIRGENDWIE WIRR DAS GANZE