POLIZEI

Razzia bei "Reichsbürgern" in MV, Berlin und Brandenburg

Die Polizei hat Wohnungen in drei Bundesländern durchsucht. Die Gruppe „Geeinte deutsche Völker und Stämme” soll unter anderem versucht haben, die Entlassung eines Rechtsextremisten zu erzwingen.
dpa
Mit einer Razzia ist die Polizei gegen sogenannte „Reichsbürger” vorgegangen.
Mit einer Razzia ist die Polizei gegen sogenannte „Reichsbürger” vorgegangen. Patrick Seeger
Berlin.

Mit einer Razzia ist die Polizei gegen sogenannte „Reichsbürger” vorgegangen. Am Donnerstag wurden in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vier Wohnungen oder andere Räume durchsucht, wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Es gehe um eine Gruppe namens „Geeinte deutsche Völker und Stämme”.

Den Mitgliedern werden zahlreiche Sachbeschädigungen, versuchte Erpressungen und Nötigungen sowie Freiheitsberaubungen vorgeworfen. Sie sollen auch den Justizminister von Brandenburg bedroht haben, um die Entlassung eines Rechtsextremisten zu erzwingen. Die beschlagnahmten Beweise sollen nun ausgewertet werden.

Reichsbürger” erkennen den Staat Bundesrepublik Deutschland, seine Gesetze und Behörden nicht an und wehren sich teilweise gewaltsam gegen staatliche Maßnahmen. Bundesweit soll es nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 19.000 Mitglieder dieser Szene geben.

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