Zwei in Mecklenburg-Vorpommern gedrehte Filme gehen mit insgesamt vier Nominierungen ins Rennen um eine Lola.
Zwei in Mecklenburg-Vorpommern gedrehte Filme gehen mit insgesamt vier Nominierungen ins Rennen um eine Lola. Jens Kalaene, Bernd Wüstneck, NK-Montage
Im Ostseebad Göhren auf Rügen, dem Heimatdorf des Filmemachers, streiten die Einwohner über die Zukunft des bel
Im Ostseebad Göhren auf Rügen, dem Heimatdorf des Filmemachers, streiten die Einwohner über die Zukunft des beliebten Urlaubsortes. In dem Dokumentarfilm „Wem gehört mein Dorf?” wurde dieser Protest festgehalten. jip film
Als ein Bauvorhaben in einem Naturschutzgebiet geplant wird, gehen die Aktivistin Nadine und ihr Vater Bernd dagegen vor.
Als ein Bauvorhaben in einem Naturschutzgebiet geplant wird, gehen die Aktivistin Nadine und ihr Vater Bernd dagegen vor. jip film
Schnell merken die Protestierenden, dass sie nur eine Chance haben, die malerische Landschaft ihrer Heimat zu schützen: I
Schnell merken die Protestierenden, dass sie nur eine Chance haben, die malerische Landschaft ihrer Heimat zu schützen: Indem sie bei der anstehenden Kommunalwahl die Mehrheit im Gemeinderat erringen. jip film
Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?
Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen? jip film
Auf dem Filmfestival in Locarno feierte der Film „Niemand ist bei den Kälbern” im vergangenen August seine We
Auf dem Filmfestival in Locarno feierte der Film „Niemand ist bei den Kälbern” im vergangenen August seine Weltpremiere, wo Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl im Nachwuchs-Wettbewerb als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. dpa/WeydemannBros./Max Preiss
Viele Szenen des Films wurden im Südwesten Mecklenburgs gedreht, zum Beispiel bei Hagenow, in Lübtheen oder auch in
Viele Szenen des Films wurden im Südwesten Mecklenburgs gedreht, zum Beispiel bei Hagenow, in Lübtheen oder auch in Stöllnitz. dpa/WeydemannBros./Max Preiss
Rick Okon spielt in „Niemand ist bei den Kälbern” den Jan. Mit ihm lebt Christin auf dem Milchviehhof seines
Rick Okon spielt in „Niemand ist bei den Kälbern” den Jan. Mit ihm lebt Christin auf dem Milchviehhof seines Vaters mitten in der Provinz. dpa/WeydemannBros./Max Preiss
Für Lola nominiert

In MV gedrehte Filme im Rennen um den Deutschen Filmpreis

Diese zwei in MV spielenden Filme haben bereits für viel Aufsehen gesorgt. Nun wurden sie auch noch für den Deutschen Filmpreis nominiert. Ob es am Ende für eine Lola reicht?
Schwerin

Für den ganz großen Jubel ist es zwar noch zu früh, trotzdem ist die Freude in Schwerin bei der MV Filmförderung groß. Zwei von ihnen mit geförderte Projekte gehen mit insgesamt vier Nominierungen ins Rennen um eine Lola, also eine Trophäe beim Deutschen Filmpreis.

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Gleich drei Nominierungen gingen an den Spielfilm „Niemand ist bei den Kälbern”, eine Verfilmung des 2017 veröffentlichten Romans von Alina Herbing. Sie stammt aus Lübeck, wuchs in Mecklenburg auf und studierte Germanistik in Greifswald. So kann Saskia Rosendahl auf einen Preis für die „Beste Weibliche Hauptrolle“ hoffen, Godehard Giese ist in der Kategorie „Beste männliche Nebenrolle“ nominiert. Auch für die „Beste Tongestaltung“ von Jonathan Schorr, Dominik Leube, Gregor Bonse und John Gürtler könnte es eine Auszeichnung geben.

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Viele Szenen des Films wurden im Südwesten Mecklenburgs gedreht, zum Beispiel bei Hagenow, in Lübtheen oder auch in Stöllnitz. Auf dem Filmfestival in Locarno feierte der Film von Regisseurin Sabrina Sarabi im vergangenen August seine Weltpremiere, wo Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl im Nachwuchs-Wettbewerb als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Zudem wurde Kameramann Max Preiss für diesen Film mit dem Deutschen Kamerapreis 2022 geehrt.

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Auch inhaltlich spielt der Film in der Mecklenburgischen Provinz. Christin (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan (Rick Okon). Die Aufbruchstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist längst dahin. Und auch in ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Da taucht plötzlich ein neuer Mann in ihrem Leben auf.

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Und ein weiteres Projekt, das ganz eng mit Mecklenburg-Vorpommern verwoben ist, hat es auf die Nominierten-Liste geschafft: In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ gehören Marcel Lenz und Guido Schwab mit „Wem gehört mein Dorf?” zu den potenziellen Preisanwärtern.

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Darin geht es um das Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Eine Gruppe von Gemeindevertretern hat dort jahrelang eine Reihe von touristischen Großprojekten unterstützt. Als auch noch das letzte Stück unberührter Küste bebaut werden soll, regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative gründet sich und tritt bei der Kommunalwahl an, um die Dinge zu verändern. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

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Der Deutsche Filmpreis wird am 24. Juni in Berlin im Palais am Funkturm verliehen. Die Auszeichnungen sind insgesamt mit rund drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert. Die rund 2200 Mitglieder der Filmakademie stimmen nun über viele Preisträgerinnen und Preisträger ab.

In der ersten Fördersitzung diesen Jahres hat das Gremium der MV Filmförderung über die Vergabe von Fördermitteln in Höhe von 642.077 Euro entschieden. Damit werden vor allem drei Serien-, zwei Dokumentar- und ein Kurzfilmprojekt in den Bereichen Stoffentwicklung und Produktion unterstützt. „Zum ersten Mal fördert die MV Filmförderung initial Serien, die mit Millionen-Budgets bei uns im Land umgesetzt werden”, so Geschäftsführer Olaf Jacobs. „Wir kommen dabei einem Trend nach, der aktuellen Publikumsinteressen entspricht und nutzen die Chancen, die das zunehmende Produktionsvolumen von Serien auch für Mecklenburg-Vorpommern als Arbeits- und Produktionsstandort bietet.”

 

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