Der Kreisausschuss des Landkreises Rostock hat sich gegen Ausbaupläne ausgesprochen, die Mecklenburgische Bäderbahn
Der Kreisausschuss des Landkreises Rostock hat sich gegen Ausbaupläne ausgesprochen, die Mecklenburgische Bäderbahn „Molli” bis nach Rerik auf der einen und bis nach Warnemünde auf der anderen Seite weiter fahren zu lassen. Jens Büttner
Schmalspurbahn

Streit um die Molli-Bahn an der Ostsee

Kein Ausbau der Bäderbahn? Überraschend hat der Kreisausschuss des Landkreises Rostock Planungen für eine Streckenerweiterung der Schmalspurbahn abgelehnt.
Güstrow

Die Signale stehen auf Halt: Der Kreisausschuss des Landkreises Rostock hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Mecklenburgische Bäderbahn „Molli” bis nach Rerik auf der einen und bis nach Warnemünde auf der anderen Seite weiter fahren zu lassen. Das Gremium stimmte gegen weitere Planungen zum Ausbau der „Molli”-Strecke. Ein Gutachten der Technischen Universität Dresden war zuvor zu dem Schluss gekommen, dass eine Erweiterung der Strecke die Fahrgastzahlen um ein Vielfaches steigern würde. Doch der Kreisausschuss zweifelt nun am Sinn eines Ausbaus.

Das Projekt sei nicht tragfähig und auch nicht nötig. Und es gebe wohl Wichtigeres im Landkreis zu tun, so der Tenor der Diskussion. Für die CDU-Fraktion machte Teterows Bürgermeister Andreas Lange deutlich, dass bei der weiteren Nahverkehrsplanung nicht nur einige Glieder der Perlenkette an der Ostseeküste besonderes Augenmerk verdienten, sondern alle Regionen des Landkreises berücksichtigt werden müssten. Teterow bemüht sich um einen S-Bahn-Anschluss nach Rostock.

Am 21. September wird sich der Kreistag mit den „Molli”-Plänen beschäftigen und dazu dann auch eine Entscheidung treffen.

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