Der 56 Jahre alte Angeklagte (vorn), ein Polizist, soll seine Ex-Freundin angezündet und sie sowie deren Mutter misshande
Der 56 Jahre alte Angeklagte (vorn), ein Polizist, soll seine Ex-Freundin angezündet und sie sowie deren Mutter misshandelt haben. Felix Gadewolz
Justiz

Frau angezündet – Prozess gegen Polizisten gestartet

Der Angeklagte soll seine ehemalige Freundin in Neubrandenburg mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben.
Neubrandenburg

Weil er eine Frau misshandelt und sie dann in Brand gesetzt haben soll, hat am Dienstag Vormittag ein Prozess vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen versuchten Mordes gegen einen 56-Jährigen begonnen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte – ein Polizist aus der Rostocker Region – sich im Oktober 2021 in einer Wohnung in Neubrandenburg mit der 33-jährigen Frau um die Vaterschaft für ein Baby gestritten haben.

Erst die Mutter der Frau bewusstlos geschlagen

Dabei habe er erst die 69-jährige Mutter der Frau bewusstlos geschlagen, dann die 33-Jährige bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, sie mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in Brand gesteckt, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Der Vorfall hatte sich am 11. Oktober 2021 in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hufelandstraße in der Neubrandenburger Oststadt ereignet.

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Nach der Tat floh der Angeklagte, wurde aber von Hausbewohnern gesehen und in der Nacht darauf widerstandslos an seinem Wohnort von Spezialkräften festgenommen. Der Mann sitzt seither in U-Haft.

Frau hatte schwere Verbrennungen erlitten

Die 69-Jährige und das Baby kamen in eine Klinik, konnten aber schnell wieder entlassen werden. Die junge Frau erlitt großflächige Verbrennungen dritten Grades und schwebte nach der Tat in Lebensgefahr.

Für den Prozess sind insgesamt sieben Verhandlungstage geplant, ein Urteil soll nach bisheriger Planung des Gerichts Anfang Mai fallen.

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