Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Sendung von Jan Böhmermann ins Visier der Staatsanwaltschaft gerät.
Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Sendung von Jan Böhmermann ins Visier der Staatsanwaltschaft gerät. Sven Hoppe
ZDF Magazin Royale

Jan Böhmermann hat Stress mit der Neubrandenburger Polizei

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat am Donnerstag ein Schreiben der Neubrandenburger Polizei veröffentlicht, das an seine Produktionsfirma ging.
Neubrandenburg

Die Produktionsfirma des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann hat offenbar Post vom Polizeipräsidium Neubrandenburg bekommen. Eine Seite des Schreibens hatte der Moderator der Sendung „ZDF Magazin Royal” am Donnerstagabend über seine Accounts bei Twitter und Instagram veröffentlicht. Dabei wurden allerdings einzelne Stellen geschwärzt. Böhmermann deutete allerdings an, dass ein Zusammenhang mit seiner Sendung bestünde. Details ließ er offen.

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PR-Coup für die eigene Sendung

Aus dem veröffentlichten Teil des Schreibens geht lediglich hervor, dass die Neubrandenburger Polizei eine männliche Person zu einer Zeugenanhörung auffordert. Ob es sich dabei um Böhmermann selbst handelt, ist unklar. Im ungeschwärzten Teil der Anschrift wird deutlich, dass der Brief an die Firma ging, die im Auftrag des ZDF Böhmermanns Sendung produziert.

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Offen ließ Böhmermann auch, was der Hintergrund der Anhörung ist, deutete lediglich den Zusammenhang zur Sendung an, die am Freitagabend im ZDF ausgestrahlt wird. Im veröffentlichten Teil des Schreibens ist lediglich von „Straftat/Ordnungswidrigkeit” die Rede, zu deren Aufklärung der Empfänger beitragen soll. Dabei wird auf weitere Seiten des Briefes verwiesen. Der Rest des Textes besteht aus juristischen Belehrungen zu möglichen Zeugnisverweigerungsrechten.

Skandal-Recherchen im Satire-Magazin

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Böhmermann und das Team seiner Sendung hatten sich zuletzt immer wieder mit investigativen Recherchen einen Namen gemacht. Erst vor wenigen Wochen machte Böhmermann den einen Skandal um den Influencer Fynn Kliemann öffentlich. Der soll unter anderem über ein Firmennetzwerk billig produzierte Schutzmasken aus Asien falsch deklariert und verkauft haben. Fehlerhafte Chargen seinen öffentlichkeitswirksam verschenkt worden, ohne auf Risiken hinzuweisen. Mehr Details dazu lesen Sie hier.

 

 

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