FEUERWEHREINSÄTZE

Sturm hinterlässt Spur der Verwüstung in MV

Sturmböen und Schauer haben am Dienstag MV getroffen. Neben Sandstürmen an der A20 und umgeknickten Bäumen kam es auch zu Unfällen.
Felix Gadewolz Felix Gadewolz
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Stefan Tretropp Stefan Tretropp
In Rostock wurde ein Dach abgedeckt.
In Rostock wurde ein Dach abgedeckt. Stefan Tretropp
IN Neubrandenburg knickte ein Baum um.
IN Neubrandenburg knickte ein Baum um. Felix Gadewolz
Feuerwehrleute befreien eine Straße von Ästen.
Feuerwehrleute befreien eine Straße von Ästen. Felix Gadewolz
 In Altentreptow stürzten circa 80 Meter Bauzaun sowie einige Bäume um
In Altentreptow stürzten circa 80 Meter Bauzaun sowie einige Bäume um Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

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Aktualisierung: Auch am Mittwoch fallen weiter Züge in Norddeutschland aufgrund des Sturms aus.
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Bereits am Dienstagvormittag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Unwettern und Böen in Mecklenburg-Vorpommern. Während am Tag bereits einzelne kleine Sandstürme entlang der Autobahn 20 zu sehen waren, stürmte es auch in Neubrandenburg.

Größere Schäden blieben nach ersten Informationen aus, jedoch rückten auch Feuerwehren im Land mehrfach zu Einsätzen aus. In Altentreptow stürzten circa 80 Meter Bauzaun sowie einige Bäume um. Insgesamt acht Einsatzkräfte waren hier nötig, um den Baum von der Straße zu entfernen und den Bauzaun wieder aufzurichten, sodass keine weitere Gefahr für Fußgänger oder Verkehr bestand.

Baum in Neubrandenburg umgeknickt

Auch in Neubrandenburg rückte die Berufsfeuerwehr am Abend aus, hier knickte ein Baum im Reitbahnweg auf den Gehweg sowie den angrenzenden Parkplatz. Fahrzeuge wurden nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt, auch Personen wurden nicht verletzt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit.

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Zahlreiche Einsätze in Rostock

In Rostock deckte der Sturm ein Dach ab.  Es drohte auf die Straße zu stürzen. Die Feuerwehr musste mit einer Drehleiter anrücken und die Dachpappe Stück für Stück zersägen. In der Stadtmitte stürzten eine Laterne und ein Baum auf ein geparktes Auto und beschädigten dieses leicht. Weiterhin kam es in der Hansestadt zu zahlreichen Einsätzen aufgrund von umgeknickten Bäumen oder Ästen, die Straße und Gehwege versperrten.

Rund 20 Mal seien die Rettungskräfte ausgerückt, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwochmorgen. Unzählige abgebrochene Äste mussten von den Straßen und Gehwegen entfernt werden. Einige Autos wurden von herumfliegenden Gegenständen beschädigt. Zwei Häuser wurden von einem Blitz getroffen. Dadurch schmorten mehrere Kabel und Telefonleitungen durch. Verletzt wurde niemand. Entlang der Stadtautobahn in Evershagen wehte der Wind mehrere Verkehrszeichen und Absperrbaken um. Erst spät in der Nacht beruhigte sich die Lage wieder.

Sturm drückt 16-jährigen Kradfahrer von Straße

Ein 16 Jahre alter Motorradfahrer ist bei Neuenkirchen (Vorpommern-Greifswald) vermutlich von einer Sturmböe erfasst worden und verunglückt. Bei dem Unfall wurde der junge Mann schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Neubrandenburg sagte. Nach der Spurenlage am Unfallort war der 16-Jährige auf einer Kreisstraße nach links von der Fahrbahn gedrückt worden, sei dort ein Stück auf der Böschung gefahren und schließlich gegen einen Baum geprallt. Lebensgefahr bestehe bei dem Fahrer aber nicht. 

Zwischen Fahrenholz und Groß Bölkow im Kreis Rostock kam ein Autofahrer bei schlechten Witterungsverhältnissen ins Schleudern. Sein BMW krachte in die Leitplanke. Auf der Müritz geriet eine Segelyacht in Seenot, fünf Menschen mussten gerettet werden.

Dieser Artikel wurde am Dienstag (17. September) sowie Mittwoch (18. September) mehrfach aktualisiert.

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