Seit 2017 führt die Bundeswehr eine multinationale Nato-Einheit auf dem Militärstützpunkt Rukla (Litauen) an – etwa 100 Kilometer Luftlinie von Kaliningrad entfernt.
Seit 2017 führt die Bundeswehr eine multinationale Nato-Einheit auf dem Militärstützpunkt Rukla (Litauen) an – etwa 100 Kilometer Luftlinie von Kaliningrad entfernt. Lisa Engler/Bundeswehr
Nach Nato-Gipfel

Was passiert nun mit Vorpommerns Soldaten in Litauen?

Die Nato hat ein neues Streitkräfte-Modell für schnelle Reaktionen auf Angriffe an der Ostflanke beschlossen. Was wird aus den Soldaten aus Viereck, die in Litauen stationiert sind?
Rukla

Infolge der Besetzung der Krim 2014 hat die Nato in Estland, Lettland, Litauen und Polen sogenannte Battle Groups stationiert. Dabei handelt es sich um multinationale Kampfeinheiten mit jeweils mehr als 1000 Frauen und Männern samt Technik.

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In Rukla (Litauen) hat die Bundeswehr seit 2017 die Führungsrolle inne. Dort führt Oberstleutnant Daniel Andrä, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 411 in Viereck bei Pasewalk, seit Februar diesen Jahres einen Verband von 1600 Soldaten aus Deutschland, darunter aus den Niederlanden, Norwegen, Tschechien, Luxemburg und Belgien. Das Panzergrenadierbataillon 411 stellt etwa 600 Frauen und Männer in Uniform.

„Natürlich schauen wir mit Spannung auf den Nato-Gipfel. Allerdings werden die Entscheidungen, die dort getroffen werden, uns mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr betreffen“, sagte am Mittwoch ein Sprecher der eFP Battle Group Litauen auf Nachfrage des Nordkurier. „Wir befinden uns aktuell in der 11. Rotation und erfüllen unseren Auftrag. Dieser ist unverändert.“

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Oberstleutnant Andrä hatte erst vor Kurzem in einem Nordkurier-Interview erklärt: „Wir leisten einen robusten Beitrag zu einer glaubwürdigen Abschreckung, und wir stehen bereit, Litauen, das Baltikum oder jeden anderen Zentimeter Nato-Territoriums zu verteidigen, wenn das notwendig wird.“

Der Sprecher der eFP Battle Group Litauen sagte am Mittwoch, dass er davon ausgehe, dass der Einsatz in Litauen wie geplant im August beendet wird und anschließend die nächste multinationale Truppe in die Kaserne von Rukla zur Ablösung einrückt.

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