Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte Mitte Oktober drei Tage lang von Neustrelitz
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte Mitte Oktober drei Tage lang von Neustrelitz aus. Ralf Hirschberger
Im August 2019 war der Bundespräsident bereits in Neustrelitz zu Gast und besuchte damals die Justizvollzugsanstalt.
Im August 2019 war der Bundespräsident bereits in Neustrelitz zu Gast und besuchte damals die Justizvollzugsanstalt. Bernd Wüstneck
Am Donnerstag, dem 13. Oktober, gibt es diesmal sogar einen Staatsempfang: Der Präsident der Republik Slowenien, Borut Pa
Am Donnerstag, dem 13. Oktober, gibt es diesmal sogar einen Staatsempfang: Der Präsident der Republik Slowenien, Borut Pahor, soll um 10 Uhr auf dem Neustrelitzer Markt mit militärischen Ehren begrüßt werden. Monika Skolimowska
Ortswechsel

Bundespräsident Steinmeier zieht für drei Tage nach Neustrelitz

Der erste Mann im Staate macht Neustrelitz im Oktober für drei Tage wieder zur aktuellen Residenzstadt. Er will sich dabei auch mit vielen Einwohnern der Stadt unterhalten.
Neustrelitz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlegt seinen Amtssitz Mitte Oktober für drei Tage nach Neustrelitz. Wie das Bundespräsidialamt am Mittwoch mitteilte, wird das Staatsoberhaupt vom 11. bis 13. Oktober in mehreren Veranstaltungen mit Menschen der Seenplatte zusammentreffen und auch seine Amtsgeschäfte von Neustrelitz aus führen. Einer der Höhepunkte dürfte dabei der Empfang des slowenischen Staatspräsidenten Borut Pahor mit militärischen Ehren auf dem Marktplatz der Stadt sein.

Vierte Station in Deutschland

Neustrelitz ist nach Angaben des Bundespräsidialamtes die vierte Station in der Reihe „Ortszeit Deutschland“ des Bundespräsidenten seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Februar 2022. Die Aufenthalte außerhalb Berlins seien dazu gedacht, mit Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle Herausforderungen, Wünsche und Sorgen „offen und interessiert, kontrovers und respektvoll“ ins Gespräch zu kommen. Im März hatte Steinmeier Altenburg in Thüringen, im Mai Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und im Juni Rottweil in Baden-Württemberg besucht.

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Der Bundespräsident habe sich bewusst vor allem Orte in den neuen Bundesländern ausgesucht. Die oftmals noch strukturschwachen Gebiete seien besonders von den Energiepreissteigerungen als Auswirkung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine betroffen. Die Menschen würden zudem manchen politischen Entscheidungen kritischer gegenüberstehen, hieß es.

Ausdrückliche Ermutigung zum Gespräch

Bei der „Ortszeit Neustrelitz“ werde sich der Bundespräsident erneut viel Zeit nehmen für Begegnungen und Gespräche, versprach das Bundespräsidialamt. Er wolle sich einen Eindruck verschaffen, wie die Menschen angesichts des andauernden Krieges gegen die Ukraine, dramatisch steigender Preise sowie nach mehr als zwei Jahren Pandemie auf ihren Alltag und auf das Land blicken, hieß es. Zudem spielten auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche, die die Menschen der Region seit 1989 zu bewältigt hatten, eine Rolle.

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Geplant seien unter anderem eine „Kaffeetafel kontrovers“, bei der Steinmeier mit den Teilnehmern unter anderem über Protestkultur und die hohen Lebenshaltungskosten diskutieren wolle. Vorgesehen seien darüber hinaus ein Mittelstandsgespräch zu Energiesicherheit und erneuerbaren Energien und ein Spaziergang durch die Stadt, bei dem Jugendliche vorbringen könnten, was sie vor Ort bewegt. „Der Bundespräsident bringt Zeit mit, ist ansprechbar, und sucht spontane Begegnungen“, kündigte das Bundespräsidialamt an.

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