Elektroheizer bringen rasch Wärme in kühle Räume. Doch sie verbrauchen auch viel Strom.
Elektroheizer bringen rasch Wärme in kühle Räume. Doch sie verbrauchen auch viel Strom. Andrea Warnecke
Explodierende Energiekosten

Blackout-Gefahr und zehnfache Kosten – Verbraucherzentrale warnt vor Elektroheizungen

Viele Menschen heizen mit Gas – und sehen sich angesichts des kommenden Krisenwinters nach Alternativen um. Die Verbraucherzentralen warnen aber vor dem Heizen mit Strom.
dpa
Schwerin

Das Interesse an Elektroheizungen steigt deutlich – nun hat die Verbraucherzentrale MV auf die Nachteile von Heizlüftern, Radiatoren und Infrarotheizgeräten hingewiesen. So steige die jährliche Stromrechnung eines typischen Haushalts auf das Fünf- bis Zehnfache, wenn die Wärme komplett aus der Steckdose bedient würde, teilte die Verbraucherzentrale am Freitag mit. Und noch eine Gefahr drohe: die flächendeckende Nutzung zur Wärmeversorgung könne außerdem das Stromnetz an die Belastungsgrenze bringen.

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Lediglich wenn kein Gas mehr verfügbar sei, könne Strom eine sehr teure Alternative bieten. Dann sollten entsprechende Heizungen nur punktuell dort eingesetzt werden, wo man sich aufhalte und die Heizquellen gezielt auf die Menschen gerichtet werden.

Verbraucherzentralen sehen auch andere Probleme

Auch aus ökologischer Sicht hätten elektrische Direktheizungen Nachteile. Gasheizungen verursachten aktuell weniger Treibhausgase. Steige der Strombedarf durch den Gasmangel stark an, sinke der Anteil des regenerativen Stroms wieder, da der Mehrbedarf kurzfristig mit mehr Kohlestrom aufgefangen werde.

Wärmepumpen seien im Gegensatz zu elektrischen Direktheizungen als ökonomisch und ökologisch empfehlenswert. Sie erzeugten die gleiche Menge an Wärme aus einem Viertel des Stroms, seien allerdings mit erheblichen Investitionen verbunden.

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