REISE

Wegen Thomas-Cook-Insolvenz Ansturm auf Verbraucherzentrale in MV

Der Reiseveranstalter Thomas Cook ist pleite. Wie geht es jetzt weiter für Menschen, die ihren Urlaub bei der Firma gebucht haben? Kann die Verbraucherzentrale helfen?
dpa
Thomas Cook ist insolent. Wie geht es jetzt für Urlauber weiter.
Thomas Cook ist insolent. Wie geht es jetzt für Urlauber weiter. Silas Stein
Rostock.

Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hat die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern am Montag deutlich mehr Anfragen als üblich bekommen. „Bis jetzt melden sich Leute, die grad ihre Koffer packen. Im Ausland kontaktieren die Touristen eher ihr Reisebüro”, sagte Geschäftsführer Jürgen Fischer in Rostock.

Für Reisende, die ein Komplettpaket bei Thomas Cook gebucht haben, sei die Lage günstig, so Fischer. Sie bekämen entweder einen Ersatzflug oder ihr Geld vom Unternehmen zurück, das ihnen die Reise verkauft hat. Wurde nur ein Teil der Reise – beispielsweise das Hotel – über Thomas Cook gebucht, müssten Touristen sich selbst um Ersatz kümmern und damit rechnen, kein Geld zurückzubekommen. Dies sei von der Entscheidung des Insolvenzverwalters abhängig.

Der Insolvenzverwalter entscheidet auch darüber, wie lange die Thomas-Cook-Tochter Condor noch fliegt: So könnte der Rückflug für Thomas-Cook-Kunden, die aktuell im Ausland sind, zum Problem werden, wenn Condor seinen Betrieb einstellt. „Oft springen dann andere Unternehmen ein”, sagte Fischer. Aber wenn die Kapazitäten ausgeschöpft seien, müssten sich die Heimatländer um die Rückreise ihrer Staatsbürger bemühen.

In jedem Fall müsse der Rückflug zunächst selbst bezahlt werden. Auch hier bekämen Pauschalurlauber ihr Geld sicher zurück, alle anderen Urlauber eher nicht. Wichtigster Ansprechpartner sei nun die Firma, bei dem die Reise gebucht wurde, so Verbraucherschützer Fischer.

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