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„Oma's Küche” in Binz auf Rügen

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Kinderfreie Gaststätte für Minister Glawe nur eine Ausnahme

Im Binzer Restaurant "Oma's Küche" dürfen abends keine Kinder mehr essen.
Im Binzer Restaurant „Oma's Küche” dürfen abends keine Kinder mehr essen.
Stefan Sauer

Ein Rügener Restaurant bedient ab 17 Uhr keine Kinder mehr. Wirtschaftsminister Harry Glawe sieht darin aber kein Zeichen für Kinderfeindlichkeit in MV.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sieht in der umstrittenen Entscheidung eines Gastwirts auf Rügen, Gästen mit Kindern am Abend den Zutritt zu verwehren, kein Signal für wachsende Kinderfeindlichkeit im Land. „Der Badeort Binz hat 100 Einrichtungen, in denen man essen kann. Wenn ein Betreiber sagt, dass er am Abend keine Kinder mehr haben will, ist das ärgerlich. Es ist aber kein Zeichen, dass Mecklenburg-Vorpommern nicht kinderfreundlich wäre“, betonte Glawe am Montag in Schwerin.

Der Fall in Binz sei eine Ausnahme, werde nun aber in den Medien hochgespielt. Die Tourismusbranche im Nordosten wirbt seit Jahren speziell mit familienfreundlichen Angeboten um Gäste.

Der Betreiber der Gaststätte „Oma's Küche“, Rudolf Markl, sah sich nach eigenen Angaben zu dem konsequenten Schritt veranlasst, weil Kinder Gäste an Nebentischen belästigten, an Tischdecken zerrten und Gläser umschmissen, ohne dass deren Eltern eingriffen. Mit der Entscheidung wolle er seinen Gästen von 17 Uhr an eine „Oase der Ruhe“ bieten, sagte Markl.

 

Kommentare (4)

Die Entscheidung des Gastwirts hat doch nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun.Es ist eine rationale geschäftliche Maßnahme. Fakt ist, dass immer mehr Eltern nicht in der Lage und auch nicht Willens sind ihre Kinder angemessen zu erziehen. Das ist nämlich anstrengend und erfordert täglichen Einsatz. Ich finde, der Geschäftsinhaber hat mit der zeitlichen Eingrenzung niemanden ganz ausgeschlossen , sorgt aber dafür, daß seine Umsätze auch am Abend stimmen. Auch Erwachsene haben ein Recht auf ungestörten Restaurantbesuch.

Da braucht man ja nur im Supermarkt gehen, da findet man das beste Beispiel, wenn die Kinder in der Gaststätte ihren willen nicht kriegen, dann fängt das große Gebrülle an, wenn sie ihr willen nicht kriegen fliegen noch Geschirr durch den Saal aus wut

Diese Maßnahme eines Restaurantbetreibers jagt mir kalte Schauer über den Rücken. Kindern unter 14 Jahren zu verbieten, gemeinsam mit ihrer Familie Essen zu gehen ist eine erniedrigende Ausgrenzung einer MInderheit, die man den Kindern kaum verständlich machen können dürfte. Wenn ein Wirt wirtschaftlich nicht mehr zu recht kommt, gibt es sicherlich auch andere Möglichkeiten. Dem Wirt geht es doch offenbar nur darum, das ein Erwachsener einen höheren Umsatz abwirft als ein Kind, das weniger und einfacher ißt und trinkt. Darum will er seine Sitze im Lokal lieber mit Erwachsenen als mit Kindern füllen. *kopfschüttel Es ist sehr traurig lesen zu müssen, das dieser völlige Fehltritt auch noch von vielen Nichtgästen auf der Homepage des Lokals beklatscht wird. Deutschland ist im Ausland bereits jetzt nicht gerade für Kinderfreundlichkeit bekannt sondern eher als raffgierig und arrogant verschrien. Kein Wunder bei solchen Maßnahmen!

Zunächst stimme ich pinkcarbon zu. Kinder aussperren geht gar nicht, wobei ausgerechnet zum Beginn des Abendgeschäfts, ein Schelm wer Böses denkt. Wenn alle Horrorkinder dieser Welt sich räglixh von 8-16:59 Uhr in seinem Restaurant tummeln, wäre es ha sinnvoller Kinder ganz auszusperren.....achso, dann brechen die Umsätze ein, ja das geht natürlich nicht, also generiere ich die tagsüber.