Streit um Nord Stream 2

Kommt Donald Trump auf die Insel Rügen?

Um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 tobt ein heftiger Streit bis ins Weiße Haus. Mittendrin der Fährhafen Sassnitz auf der Insel Rügen, welcher sich heftiger Drohungen aus den USA ausgesetzt sieht.
dpa
ARCHIV – 06.12.2016, Mecklenburg-Vorpommern, Mukran: Ein Mitarbeiter geht an den tonnenschweren Rohren für die zuk&
Donald Trump wurde im Streit um die Gasepipeline Nord Stream 2 auf die Insel Rügen eingeladen. Jim Watson / Jens Büttner
Sassnitz

CDU-Lokalpolitiker aus Sassnitz haben US-Präsident Donald Trump auf die Insel Rügen eingeladen, um ihn für die Erdgasleitung Nord Stream 2 zu gewinnen. Der CDU-Stadtverband reagiert damit auf Sanktionsdrohungen dreier Senatoren von Trumps Republikanern gegen den Hafen in Sassnitz, sollte der länger als Basis für die Verlegung der Rohre in der Ostsee dienen.

Mehr lesen: US-Senatoren drohen Fährhafen Sassnitz auf Rügen

„Gern möchten wir, dass Sie sich auf Rügen und im Fährhafen Sassnitz einen Eindruck von den Gegebenheiten sowie unserer Insel verschaffen”, schreiben die CDU-Leute laut der Tageszeitung „Welt”. Neben Trump laden sie demnach auch die drei Senatoren Ted Cruz, Tom Cotton und Ron Johnson auf die beliebte Ferieninsel Rügen ein.

Die Lokalpolitiker halten in ihrer Einladung an Trump mit ihrem Standpunkt nicht hinterm Berg: Ihr Schreiben solle die Kraft der deutschen und europäischen Einigkeit unterstreichen, so die CDU Sassnitz. Man wolle, „dass am Bau der Gaspipeline Nord Stream 2, die in rechtsstaatlichen Verfahren in allen europäischen beteiligten Ländern genehmigt ist, ausdrücklich festgehalten wird.”

Mehr lesen: Nord Stream 2 - MV zeigt den USA die rote Karte.

 

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Sassnitz

zur Homepage

Kommentare (2)

Danke CDU Sassnitz. Dank auch an den NK bzw. dpa für die Verbreitung des rüganschen Humors.

Ist es nicht Größenwahn, diese Einladung offiziell auszusprechen?

Der Mr. President hat seit Beginn von Corona seine Festung nicht mehr verlassen und wird es auch bis nach der Wahl nicht mehr tun.

Selbst wenn CDU-Frau Merkel ihn persönlich einladen würde, außer zu G8 hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum ein US-Präsident in D vor Ort gezeigt, Obama ausgenommen.
Und ehrlich, der regiert das Land, und vermeintlich die Welt, wie sein privates Imperium, durch erpresserische Maßnahmen gegen alle, die nicht korrekt mittanzen.