„Ostwind 2“
Neue Stromtrasse entsteht vor Rügen

Nach der Stromtrasse „Ostwind 1” bereitet 50Hertz die Verlegung einer zweiten Anbindung vor.
Nach der Stromtrasse „Ostwind 1” bereitet 50Hertz die Verlegung einer zweiten Anbindung vor.
Stefan Sauer

50Hertz will eine weitere Stromtrasse durch die Ostsee bauen. Drei insgesamt 270 Kilometer lange Kabel sollen durch den Greifswalder Bodden verlegt werden.

Zwei Wochen nach der Einweihung des Windparks Arkona vor Rügen bereitet der Netzbetreiber 50Hertz den Bau einer weiteren Stromtrasse durch die südliche Ostsee vor. Sie soll den Strom von zwei weiteren Windparks zum Festland transportieren.

Für die Verlegung des Kabels „Ostwind 2“ werde zunächst die Trasse im Flachwasserbereich untersucht sowie von Steinen und eventuellen Munitionsaltlasten befreit, sagte ein Unternehmenssprecher. Dabei kämen sogenannte Seilkranschiffe zum Einsatz, die mit Greifern die großen Steine auf dem Meeresboden umsetzen

Die drei, insgesamt 270 Kilometer langen Wechselstromkabel sollen voraussichtlich im nächsten Jahr vom Anlandepunkt in Lubmin durch den Greifswalder Bodden bis etwa 30 Kilometer nordöstlich von Rügen verlegt werden. Der Auftrag im Umfang von 550 Millionen Euro war im November an ein dänisch-holländisches Konsortium gegangen.

Das Seekabel soll den Strom von zwei weiteren Windparks am Umspannwerk Lubmin anlanden. Dabei handelt es sich um den vom belgischen Unternehmen Parkwind geplanten Windpark „Arcadis Ost 1“ sowie um den Offshore-Park „Baltic Eagle“, den der spanische Betreiber Iberdrola errichten lassen will. Zusammen sollen sie eine Leistung von etwa 725 Megawatt erreichen.