NORD STREAM 2

Spekulationen um Wohnschiff auf Rügen

Ein Wohnschiff im Hafen von Sassnitz sorgt für Spekulationen. Werden von dort aus Arbeiter zum russischen Verlegeschiff „Akademik Tscherski” in Mukran gebracht?
dpa
Seit Mai liegt das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” der Firma Gazprom in Mukran.
Seit Mai liegt das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” der Firma Gazprom in Mukran. Stefan Sauer
Sassnitz.

Trotz der US-Sanktionen gegen Unternehmen, die am Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, ist an dem Projekt weitergearbeitet worden. So sei die Anlandestation in Lubmin (Vorpommern-Greifswald) jetzt betriebsbereit, sagte ein Sprecher der Nord Stream 2 AG am Donnerstag. An der Anlandestation in Russland werde noch gearbeitet. Seeseitige Nacharbeiten wie punktuelle Steinschüttungen seien ebenfalls abgeschlossen worden.

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Von den US-Sanktionen sind nur Rohrverlegungen in einer Tiefe ab 100 Metern betroffen. Aktuell geht es um eine Lücke in beiden Leitungssträngen von zusammen gut 150 Kilometern, die noch nahe der dänischen Insel Bornholm zu schließen ist. Insgesamt soll die Leitung 2460 Kilometer lang werden.

Angesichts eines Wohnschiffs im Hafen von Sassnitz wird auf Rügen vermutet, dass die an Bord lebenden Arbeiter mit dem Weiterbau der Gastrasse zu tun haben. Die „Ostsee-Zeitung” berichtete am Donnerstag, die rund 140 Männer seien mit Vorbereitungen dafür beschäftigt. Die Arbeiter – Engländer, Russen, Ukrainer, Italiener – würden täglich per Bus nach Mukran gefahren, wo seit Mai das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” der Firma Gazprom liegt. Es wurde aus dem fernöstlichen Hafen Nachodka nach Mukran verlegt.

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Der Sprecher von Nord Stream 2 sagte der dpa, Arbeiten, die nicht direkt mit den Partnern des Projekts zu tun hätten, kommentiere er nicht. Die Verlegearbeiten ruhen seit Dezember 2019 – also seit die USA Sanktionen gegen die beteiligten Firmen angedroht hatte. Sie wollen die Leitung verhindern, damit Deutschland nicht von russischer Energie abhängig wird. Russland kündigte jedoch an, die Leitung aus eigener Kraft fertigzubauen.

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