FEUERQUALLEN

▶ Baden ohne giftige Quallen - das geht auf Usedom

Dennoch bleiben Urlauber oft vorsichtig an den Ostseestränden. Denn für den Laien sehen die ungefährlichen Ohrenquallen den brennenden Feuerquallen recht ähnlich.
Bei Kontakt mit den Feuerquallen kommt es zu Hautreizungen, die an Berührungen mit Brennnesseln erinnern.
Bei Kontakt mit den Feuerquallen kommt es zu Hautreizungen, die an Berührungen mit Brennnesseln erinnern. Bernd Wüstneck
Ohrenquallen kommen schonmal häufiger in der Ostsee vor. Sie sind jedoch ganz ungefährlich für Badegäste.
Ohrenquallen kommen schonmal häufiger in der Ostsee vor. Sie sind jedoch ganz ungefährlich für Badegäste. Martina Rathke
Ahlbeck ·

Als Strandbesucher auf eine Feuerqualle treten – das ist der Albtraum vieler Badegäste. Ein Urlauber aus dem Kölner Raum wollte genau das vermeiden, als er am 7. September mit seiner zehn Monate alten Tochter am Ahlbecker Strand auf zahlreiche Quallen traf. „Mit einem kleinen Kind geht man da natürlich kein Risiko ein. Ein schöner Anblick war es auch nicht”, so der Urlauber, der etwa 100 Meter von der Seebrücke Richtung Grenze auf die Meeresbewohner stieß.

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Die Touristeninformationen von Ahlbeck und Zinnowitz geben jedoch Entwarnung: Bisher wurden keine Feuerquallen gemeldet. „Bei uns gibt es nur ein paar Ohrenquallen. Die sind aber völlig harmlos und ungefährlich für Badegäste”, heißt es aus den Touristeninformationen.

 

Sehen Sie hier, was Sie tun können, wenn Sie Kontakt mit einer Feuerqualle hatten:

[Video]

Feuerquallen ziehen Nordsee der Ostsee vor

Ohnehin leben Feuerquallen überwiegend in der Nordsee und sind vor Rügen und Usedom nur selten anzutreffen. Höchstens im Spätsommer kann es vorkommen, dass die Strömung die Tiere in die Ostsee zieht. Das scheint bislang nicht der Fall zu sein.

„Vereinzelt können natürlich immer mal wieder welche auftauchen”, meint eine Mitarbeiterin aus der Heringsdorfer Touristeninformation. Aber bislang seien die Strände auf Usedom noch verschont geblieben.

Auch Rügens Strände sind frei von Feuerquallen

Auch weiter nordwestlich bei den Stränden auf Rügen gab es kaum Begegnungen mit Feuerquallen. „Dieses Jahr wurde uns noch von keiner einzigen berichtet”, antwortet die Kurverwaltung des Ostseebads Sellins auf Nordkurier-Nachfrage. Auch in Göhren im Südwesten der größten deutschen Inseln wusste man von keinen ungebetenen Feuerquallen.

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Nach Informationen des Internet-Portals www.ostsee24.de sind Feuerquallen für gesunde Menschen ungefährlich. Es bestehe kein Grund zur Panik „aber man sollte ihnen aus dem Weg gehen, denn ein Kontakt mit ihnen ist ziemlich unangenehm”.

Berührungen können extrem unangenehm werden

Feuer- oder auch Nesselquallen würden etwa tellergroß. Sie seien dunkelrot bis gelb. Ihre Tentakeln, an denen die Nesselzellen sitzen, seien tückischerweise fast unsichtbar und würden bis zu einem Meter lang. Bei Berührung setzen sie Nesselgift frei. Wer im Uferbereich welche sieht, solle einfach einen großen Bogen um die Tiere machen. Ohrenquallen sind etwas kleiner und meistens durchsichtig. Doch auch sie können manchmal gelbe oder rote Verfärbungen aufweisen, weswegen sie für den Laien leicht zu verwechseln sind.

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Der Kontakt mit Feuerquallen sei ziemlich schmerzhaft, aber in der Regel ungefährlich. Vergleichbar ist ein Kontakt mit der Berührung von Brennnesseln. „Bei empfindlichen Personen und nach wieder­holtem Kontakt können auch heftige allergische Reaktionen mit Herz-Kreislauf-Störungen bis zum Kollaps auftreten.” Auch tote Quallen am Strand seien zu umgehen, denn ihre Nesselzellen können noch aktiv sein.

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