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Tourismusbranche zieht Bilanz

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Trotz Super-Sommer weniger Touristen auf Usedom und Rügen

Sommer, Sonne, Badestrand bei Zinnowitz: Trotz guten Wetters kamen im ersten Halbjahr etwas weniger Touristen auf die Insel Usedom.
Sommer, Sonne, Badestrand bei Zinnowitz: Trotz guten Wetters kamen im ersten Halbjahr etwas weniger Touristen auf die Insel Usedom.
Stefan Sauer

Das hervorragende Wetter lässt die Herzen der Tourismusmanager in MV höher schlagen: Sie erwarten ein Rekordjahr. Doch nicht überall gab es Zuwächse.

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr nur schwer in Fahrt gekommen, steuert dank des Super-Sommers aber auf einen neuen Übernachtungsrekord zu. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin unter Berufung auf Daten des Statistischen Amtes mitteilte, verzeichneten die größeren gewerblichen Tourismusbetriebe des Landes im ersten Halbjahr rund 11,8 Millionen Übernachtungen. Das waren 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Rückgänge gab es von Januar bis Juni allerdings auf den großen Ostseeinseln Rügen (minus 3,7 Prozent) und Usedom (minus 1,9 Prozent) sowie in geringem Maße auch auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (minus 0,4 Prozent). Auch für die Stadt Neubrandenburg hat das Statistische Am ein Minus vermeldet, hier wurden 4,8 Prozent weniger Urlauber registriert.

Deutliches Plus bei Jugendherbergen

In der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz bewegten sich die Zahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mehr Touristen kamen hingegen in die Mecklenburgische Ostseeküste (plus 3,3 Prozent), nach Westmecklenburg (plus 6,0 Prozent) sowie in das Vorpommersche Festland (plus 2,9 Prozent). Auch fast alle größeren Städte konnten Zuwächse verzeichnen. Greifswald liegt dabei mit einem Zuwachs von 18,3 Prozent an der Spitze. Auch die Hansestädte Wismar (plus 10,1 Prozent), Stralsund (plus 1,7 Prozent), Schwerin (plus 3,5 Prozent) und Rostock (plus 4,1 Prozent) legten merklich zu.

Bei den Unterkunftsarten bewegten sich die Jugendherbergen (plus 11,6 Prozent), die Campinglätze (plus 7,6 Prozent) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (plus 1,5 Prozent) im ersten Halbjahr bei den Übernachtungen im positiven Bereich. Hingegen gab es leichte Rückgänge bei den Hotels (minus 2,2 Prozent) sowie bei Ferienhäusern und -wohnungen (minus 2,3 Prozent).

Erfreulich entwickelten sich die Gästeübernachtungen aus dem Ausland: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden rund 375.000 Übernachtungen von rund 150.000 Gästen verzeichnet – das sind 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchsten Zuwächse aus den für Mecklenburg-Vorpommern wichtigsten Herkunftsländern erzielten die Niederlande (+26,9 Prozent). Auch Österreich (+2,8 Prozent) und die Schweiz (+3,7 Prozent) konnten Zuwächse erzielen. Der dänische Markt hält das Vorjahresniveau (-0,1 Prozent), wohingegen die Übernachtungen aus Schweden um 8,5 Prozent zurückgingen.