Polizei
500.000 Euro Schaden durch Fahrrad-Diebe auf Usedom

Wer sein E-Bike auf Usedom zu lange unbeaufsichtigt lässt, muss damit rechnen, dass es bald nicht mehr da sein wird.
Wer sein E-Bike auf Usedom zu lange unbeaufsichtigt lässt, muss damit rechnen, dass es bald nicht mehr da sein wird.
Sebastian Langer

Die Polizei bekommt die beispiellose Diebstahls-Serie auf der Insel Usedom nur schwer in den Griff. Zwar werden immer wieder Fahrrad-Diebe gefasst, diese sind dann aber schnell wieder frei.

Auf der Insel Usedom werden weiter auffällig viele hochwertige Elektroräder, Mountainbikes sowie Radträger von Autos gestohlen. Allein im September kamen nach Angaben der Polizei in Anklam (Kreis Vorpommern-Greifswald) bisher knapp 40 Räder und Radträger im Wert von fast 45.000 Euro weg.

Zuletzt waren am Wochenende in Zinnowitz zwei 5000 Euro teure E-Räder von Urlaubern aus Baden-Württemberg entwendet worden. Ein mutmaßlicher Dieb konnte im etwa 15 Kilometer entfernten Ahlbeck gefasst werden.

Ermittler vermuten organisierte Kriminalität

Die Urlauber hatten ihre Räder an der Strandpromenade gesichert und waren nur eine Stunde zu einem Fest gegangen. Ein Rad wurde sichergestellt. Der Verdächtige kam wieder frei. Damit wurden auf der deutsch-polnischen Ostseeinsel seit Anfang Juli etwa 500 meist hochwertige Elektroräder, Räder, Fahrradteile und Rad-Träger von Autos im Wert von mehr als 500.000 Euro gestohlen.

So viele Fälle gibt es in keiner anderen Region des Landes. Die Polizei hat mit zusätzlichen Streifen durch zivile und uniformierte Beamte von Bundes- und Landespolizei reagiert und mehrfach Diebe gefasst, sie aber dann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler vermuten hinter der Diebstahlserie Organisierte Kriminalität mit Ziel Osteuropa.