SCHOCKANRUFE IN VORPOMMERN

Betrüger ergaunern mehr als 2000 Euro per WhatsApp

Erneut ist eine Frau in Koserow auf Usedom auf eine perfide WhatsApp-Nachricht von Betrügern hereingefallen. Sie verlor über 2000 Euro. Sogenannte Schockanrufe in Vorpommern scheiterten dagegen.
Per WhatsApp-Betrug hat eine 52-Jährige Frau in Koserow mehr als 2.000 Euro verloren.
Per WhatsApp-Betrug hat eine 52-Jährige Frau in Koserow mehr als 2.000 Euro verloren. Karl-Josef Hildenbrand
Koserow ·

Weil sie glaubte, ihre Tochter sei in finanziellen Schwierigkeiten, hat eine 52-jährige Frau in Koserow mehr als 2000 Euro an Betrüger überwiesen. Die Frau habe zunächst eine vermeintliche WhatsApp-Nachricht von ihrer Tochter erhalten, allerdings von einer ihr unbekannten Telefonnummer. Darin habe die angebliche Tochter mitgeteilt, ihr Handy sei in die Toilette gefallen.

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In einer weiteren Nachricht wurde die Frau um eine Geldüberweisung auf eine ihr unbekannte Kontonummer gebeten. Dem kam die gutgläubige Geschädigte nach. Es werde derzeit noch geprüft, inwiefern das Geld verloren sei oder eventuell noch mit Hilfe der Bank zurückgeholt werden könne, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Betrüger täuschten Unfall von Familien-Angehörigen vor

Gescheitert sind aus Sicht der Täter dagegen mehrere sogenannte Schockanrufe, die am Dienstag bei Einwohnern der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen eingegangen waren. Dabei hatten die Betrüger angegeben, dass nahestehende Familienangehörige angeblich einen Unfall hatten und nun dringend Geld benötigten, zum Beispiel für die Schadensbehebung oder angebliche Krankenhauskosten.

Derartige Methoden hatten in den vergangenen Monaten mehreren Privatpersonen teilweise sehr hohe finanzielle Verluste eingebracht. Oft hätten die Täter auch angegeben, dass sich die Betreffenden in polizeilicher Untersuchungshaft befänden, aber durch Zahlung einer Summe ausgelöst werden könnten, sagte die Sprecherin. Eine derartige Kaution gebe es aber in Deutschland nicht. Sie riet dazu in solchen Fällen skeptisch zu bleiben, die echten Angehörigen anzurufen und sich zu erkundigen.

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Kommentare (3)

wieder schlimm sowas zu lesen aber so langsam sollten auch die älteren menschen sensibilisiert sein mit dem thema

Die Dame war doch noch jung, deshalb um su unverständlicher.

Mit 52 Jahren (und eher) werden die Leute heutzutage schon mit so vielen eingeredet "notwendigen" Medikamenten vollgepumpt, dass es schon an der geringsten Entscheidungsfähigkeit mangelt. "Die da oben" haben einen doch vor Bösewichten zu beschützen, bloß nicht selbst denken müssen!