VERBINDUNG NACH USEDOM

Dahlemann sieht Bund bei Karniner Brücke in der Pflicht

Viele Bewohner der Ostseeinsel Usedom träumen von der Wiederinbetriebnahme der Bahnanbindung von Ducherow nach Heringsdorf. Doch wer soll das Projekt finanzieren?
dpa
Viele Usedomer wollen den Wiederaufbau der Karniner Brücke.
Viele Usedomer wollen den Wiederaufbau der Karniner Brücke. Stefan Sauer
Patrick Dahlemann (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern,
Patrick Dahlemann (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, sieht den Bund in der Pflicht. Jens Büttner
Usedom.

Bei der Finanzierung einer möglichen zweiten Bahnverbindung nach Usedom sieht der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD), den Bund in der Pflicht. Viele Menschen auf der Ostseeinsel träumten davon, dass die Karniner Brücke neu aufgebaut werde und die traditionelle Bahnanbindung von Ducherow nach Heringsdorf wieder in Betrieb gehe, sagte Dahlemann laut einer Mitteilung am Samstag während des 8. Karniner Brückenfestes. Die Bahnanbindung könne aber nur wieder aufgebaut werden, wenn der Bund die Finanzierung übernehme.

Bislang kann die deutsche Seite der Insel mit dem Auto über die Bundesstraßen 104 oder 111 sowie mit dem Zug von Wolgast aus erreicht werden. Bahnfreunde streiten seit Jahren für die Wiederherstellung der südlichen Bahnanbindung Usedoms. Sie bestand von 1875 bis zur Sprengung der Karniner Brücke durch die Wehrmacht zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Über die Fahrrinne der Schiffe im Peenestrom soll nach ihren Vorstellungen künftig eine Klappbrücke gebaut werden.

Für das Projekt seien nun 2,4 Millionen in den Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 eingestellt worden, sagte Dahlemann. „Wenn der Landtag Ende des Jahres zustimmt, können wir einen ersten Schritt zur Verwirklichung dieses Traums gehen und mit den Vorplanungen für den Brückenbau beginnen”, sagte Dahlemann weiter.

Die Usedomer Eisenbahnfreunde sehen in der Wiederherstellung der südlichen Bahnanbindung das vorpommersche Klimaprojekt Nummer 1. Damit könnte ihren Angaben zufolge jedes vierte bis fünfte Auto bei der Anreise auf die Insel entfallen. Die Fahrt mit der Bahn aus Berlin wäre schnell. In weniger als zwei Stunden kämen die Hauptstädter an den Usedomer Strand. Jetzt braucht die Bahn rund vier Stunden.

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