EISRETTUNG

▶ Hovercraft-Fahrer auf zugefrorenem Usedomer Achterwasser in Not

Ein Hovercraft ist zwischen Loddin und Lieper Winkel havariert und im Eis eingebrochen. Bei der Rettung mit einem Hubschrauber gab es jedoch Ärger.
Ein Mann war mit einem Hovercraft auf das zugefrorene Achterwasser hinausgefahren.
Ein Mann war mit einem Hovercraft auf das zugefrorene Achterwasser hinausgefahren. Tilo Wallrodt
Loddin ·

Kurz nach 12 Uhr ist es am Donnerstag auf dem Eis des Usedomer Achterwassers zu einer spektakulären Rettungsaktion gekommen. Ein Mann war offenbar mit einem Hovercraft, einem Luftkissenfahrzeug, auf das zugefrorene Achterwasser hinausgefahren.

Mehr lesen: Suchaktion nach Fischer im Achterwasser auf Usedom

Nach Augenzeugenberichten schwebte das Luftkissenfahrzeug zunächst von Loddin in Richtung Lieper Winkel über das Eis, havarierte und brach dann ein. Aufgrund der noch vorhandenen Eisdecke bestand keine Chance, dem Verunglückten mit einem Boot zur Hilfe zu kommen.

[Video]

Während der Polizeihubschrauber die Unglücksstelle aus der Luft absicherte, wurde über die Integrierte Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald von der Insel Rügen ein Rettungshubschrauber mit Seilwinde zur Personenrettung herangeführt.

Opfer verweigert Mitflug

Erst die Besatzung dieses Hubscharubers konnte gegen 13:50 Uhr den Mann von der Eisfläche retten. Bevor der Verunglückte ins Klinikum geflogen werden sollte, erfolgte eine Zwischenlandung, um dem Mann die Gelegenheit zu geben, die durchnässte Kleidung zu wechseln.

Der Gerettete gab sich nach Auskunft der Rettungskräfte jedoch fordernd und verweigerte sogar den Mitflug in die Klinik. Die Rettungskräfte zogen daraufhin die Polizei hinzu. Warum das Hovercraft den Auftrieb verloren hatte und ob ein Motorschaden dafür verantwortlich war, konnte zunächst nicht geklärt werden.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Loddin

zur Homepage