MORD AUF USEDOM

Marias Mutter bricht weinend im Gericht zusammen

Zwei junge Männer müssen sich wegen des Mordes an Maria (18) aus Zinnowitz verantworten. Die Mutter des Opfers sagte nun mit bewegenden Worten vor Gericht aus.
dpa
Steffi K. (rechts), die Mutter der getöteten Maria aus Zinnowitz, mit ihrer Anwaltin Sabine Butzke.
Steffi K. (rechts), die Mutter der getöteten Maria aus Zinnowitz, mit ihrer Anwaltin Sabine Butzke. Stefan Sauer
Einer der Angeklagten zeigte zu Prozessbeginn vor dem Gericht in Stralsund den Mittelfinger.
Einer der Angeklagten zeigte zu Prozessbeginn vor dem Gericht in Stralsund den Mittelfinger. Stefan Sauer
Die Tatwaffe wurde unter anderem mit Tauchern in Zinnowitz gesucht. Sie ist bis heute nicht gefunden worden.
Die Tatwaffe wurde unter anderem mit Tauchern in Zinnowitz gesucht. Sie ist bis heute nicht gefunden worden. Tilo Wallrodt/Archiv
Stralsund.

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Aktualisierung: Beim Prozess um die Ermordung der 18-jährigen Maria auf der Insel Usedom hat die Ex-Freundin gesagt, dass sie von dem Mord wusste, aber dennoch schwieg. Auch den Grund dafür gab sie an.
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Mit der Befragung von Marias Mutter ist vor dem Landgericht Stralsund der Prozess um die Ermordung der 18-jährigen aus Zinnowitz auf Usedom fortgesetzt worden. Mit bewegenden Worten schilderte die 47-Jährige am Donnerstag, wie Maria und sie vor dem Verbrechen den Tag verbracht hatten. Heftig weinend sagte sie, wie sehr ihr ihre Tochter fehle. Auf Wunsch der Mutter wurde der Prozess kurz unterbrochen.

Die 19 und 21 Jahre alte Angeklagten haben laut Staatsanwaltschaft einen Menschen sterben sehen wollen und hatten sich dafür die schwangere Frau ausgesucht. Die Männer aus Zinnowitz und einem Nachbarort waren einen Monat nach der Tat festgenommen worden. Die Tatwaffe ist bis heute verschwunden.

Angeklagter zeigte Mittelfinger vor Gericht

Am ersten Prozesstag hatte der 19-Jährige ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der zweite Angeklagte hatte in einer Erklärung zugegeben, bei dem Verbrechen anwesend gewesen zu sein. Er sei aber nicht beteiligt gewesen und habe auch nicht – wie von seinem Mitangeklagten behauptet – während der Tat die Beine von Maria festgehalten. Während der Ältere keine Scheu hatte, sein Gesicht zu zeigen, hatte der 19 Jahre alte Mann sein Äußeres völlig verhüllt. Auf der Anklagebank sitzend, streckte er den auf ihn gerichteten Kameras den Mittelfinger entgegen.

Während Marias Mutter vor Gericht sprach, zeigte sich der 19-Jährige unbeteiligt – wie auch schon am ersten Prozesstages während seines schockierenden GeständnissesInsgesamt sollen mehr als zehn Zeugen gehört werden, darunter auch die Freundin des 19-Jährigen. Sie soll nach Aussagen des Angeklagten frühzeitig von dem Verbrechen erfahren, aber nichts getan haben, um es zu verhindern oder danach der Polizei zu melden.

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Kommentare (5)

schon in der Schule. Bin gerade in Gransee in einer teil-öffentlichen Bibilothek einer allgemeinbildenden Schule mit Schwerpunk MINT. Mein erster Eindruck: alles ganz hübsch anzuschauen. Nach ca. einer halben Stunde Aufenthalt fällt auf: gruselige Rap-Musik in der Hofpause, teils Horror-Romane in den Bibilotheks-Regalen zum Ausleihen, vier ca. 1m große schwarze Puppenspieler-Puppen an der Decke der Bibliothek hängend über Kinderbücher-Regalen, zwei Hexen und zwei schwarze Magier, und das seit 20 Jahren laut Bibliotheks-Aufsicht. Es sei bislang keinem aufgefallen, sagt die durchaus freundliche Mitarbeiterin noch. *kopfschüttel* und *herz brutal wehtut* ob der offenbar totalen Gedankenlosigkeit der meisten Menschen in Deutschland, oder ist es schlichtweg Ignoranz gegenüber spirituell-geistigen Themen?

Grusel- und Horror-Filmen: Gruselfilme sind lehrreich und haben ein zumindest kleines "Happy-End" (Weißer Hai, Nebel des Grauens), ein paar Protagonisten überleben. Horror-Filme haben dagegen meist kein "Happy-End" und sind oft extrem blutrünstig. Ausrede: ist doch alles nut Ketchup bzw. Filmblut. Nunja.

wenn die Mutter das Strafmaß für die beiden Täter mitbestimmen könnte, in einem vorher festgelegten Rahmen. Außerdem wäre ein Sühnegeld seitens der seelisch kranken BRD-Gesellschaft an die Familie von Maria sinnvoll, auch wenn es Maria nicht zurückbringt.

wer waren die anderen Leute, die vor der Tat den Mord planten, die dann aber nicht an der Tat teilnahmen. Laut Nordkurier-Artikel von gestern oder vorgestern waren es vier Cliquen-Mitglieder, die Bier und Cola-Vodka tranken, und einer von denen hatte die Idee und dann plante sie alle die Tat. Und der Täter erklärte sich bereit, diese auszuführen, und sie gingen akribisch (nach Plan) vor.

das der Richter ein Example, ein Urteil nach Augenmaß und Gewissen fällt - und vom Jugendstrafmaß Abstand nimmt.
Was ich nicht verstehe das sich ein Arzt findet welcher dem Täter ein psychologische Entlastung in Form eines Gutachten ausstellt, da scheint wohl auch nicht ALLES up to date zu sein - geschweige wie vom NK angeführt Anfang der Woche er hätte Alkohol getrunken - Schande und Karma über solch Entlastungsgeschwafel für den Täter - ich möchte nicht wissen was das Mädel nach all den Schilderungen in der Zeitung für einen Todeskampf gekämpft hat - bitte ein Urteil der Tat angemessen, mit 18 ist er ein Erwachsener - - eine Sonderbehandlung auf Grund der Gewichtigkeit und Grausamkeit der Tat sowie seines reuelosen Verhalten zu Beginn der Verhandlung ist nicht angebracht!!!