CORONA-KRISE

Offizieller Badespaß beginnt auf Usedom erst Ende Juni

Der Tourismus soll an der Ostsee wieder anlaufen. Doch gerade jetzt schiebt der Kreis Vorpommern-Greifswald die Öffnung seiner 60 Badestellen weit in den Juni.
Der Kreis Vorpommern-Greifswald hat den Start der Badesaison um fast drei Wochen verschoben.
Der Kreis Vorpommern-Greifswald hat den Start der Badesaison um fast drei Wochen verschoben. Stefan Sauer
Greifswald.

Eigentlich ist die offizielle Badesaison behördlich strikt geregelt: Sie geht vom 1. Juni bis zum 15. September und in dieser Zeit kontrollieren die Gesundheitsämter auf Grundlage der Badegewässerverordnung des Landes mindestens einmal im Monat die Badestellen. 60 Stück gibt es davon im Kreis. Doch durch Corona ist in diesem Jahr alles anders.

Zunächst hieß es, dass der spätere Öffnungstermin aller Badestellen im Kreis durch eine „Überlastung des Gesundheitsamtes“ begründet sei. Kreissprecher Achim Froitzheim dementiert das. Vielmehr habe man in einer gemeinsamen Telefonschaltkonferenz mit dem Landesgesundheitsamt bereits Ende April festgelegt, den offiziellen Beginn der Badesaison in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie auf den 20. Juni zu verschieben, so Froitzheim.

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Die jeweiligen Gesundheitsämter des Kreises sind zuständig für die Beprobung und entsprechende Freigabe der Gewässer. Gemeinsam wurde jedoch die Lösung erarbeitet, die Vorprobe, welche zwischen dem 20. Mai und 17. Juni entnommen würde, entfallen zu lassen, erklärt der Kreissprecher weiter. Damit sind in diesem Jahr nur vier statt üblicherweise fünf Proben zur Einstufung der Badegewässerqualität notwendig.

Wer trotzdem nicht auf den Badespaß verzichten will, tut das auf eigene Gefahr. Im vergangenen Jahr musste das Gesundheitsamt des Kreises jedoch an zwei Badestellen ein Verbot empfehlen. Die Blaualgenkonzentration war zu hoch.

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