VON USEDOM BIS PASEWALK

Polizei fasst Verdächtigen nach 94 Transporter-Aufbrüchen

Im Nordosten wurden dutzende Firmenwagen aufgebrochen und 200.000 Euro Schaden angerichtet. Ein 25-Jähriger aus Polen wurde deswegen verhaftet.
Die Polizei hat einen jungen Mann aus Polen in der Nähe eines Tatorts festgenommen. Er wurde einem Haftrichter in Greifsw
Die Polizei hat einen jungen Mann aus Polen in der Nähe eines Tatorts festgenommen. Er wurde einem Haftrichter in Greifswald vorgeführt. Boris Roessler
Anklam.

94 aufgebrochene Transporter, ein Sachschaden von rund 200.000 Euro und viel Ärger für die Firmen, deren Wagen beschädigt wurden: Diese Bilanz schriebt die Polizei zumindest teilweise einem 25 Jahre alten Mann aus Polen zu. Seit Wochen beschäftigten sich die Beamten mit dem Fall, bei dem 94 Firmenwagen in Vorpommern und der Mecklenburgischen Seenplatte aufgebrochen und oftmals Werkzeug daraus gestohlen wurde. Schwerpunkte der Aufbrüche liegen auf der Insel Usedom, der grenznahen Region bei Pasewalk sowie Neubrandenburg.

Wie die Polizei am Mittwoch meldete, wurde von der dafür eigens gegründeten Ermittlungsgruppe am Dienstagmorgen der 25-Jährige in unmittelbarer Nähe eines Tatorts in einem Auto gefasst. Sie fanden bei ihm zwar kein Diebesgut, jedoch mögliches Tatwerkzeug. Er soll zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben und hatte keine Fahrerlaubnis bei sich, was die Liste der ihm vorgeworfenen Taten noch verlängert. Der junge Mann wurde bereits im Dezember auf der Insel Usedom nach einem Diebstahl aus einem Firmentransporter festgenommen, hieß es weiter. Er kam danach wieder frei.

Ein Haftrichter in Greifswald hat einen Haftbefehl gegen den 25-Jährigen erlassen. Er soll teilweise geständig sein, so die Polizei. Wie viele Taten ihm letztlich zuzuordnen sind, müsse noch ermittelt werden. Die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe der Polizei kann zudem nicht ausschließen, „dass noch weitere Täter in der Region ähnliche Delikte begehen.”

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