KREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD

Usedom-Urlauber aus Corona-Hotspots müssen sich testen lassen

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald reagiert in der Corona-Krise und schützt sich vor Urlaubern, die aus Risikogebieten anreisen oder schon vor Ort sind.
Urlauber aus Corona-Hotspots müssen sich testen lassen.
Urlauber aus Corona-Hotspots müssen sich testen lassen. Bernd Wüstneck
Greifswald.

„Nachdem am Montag bekannt geworden war, dass bereits Urlauber aus Risikogebieten (Corona-Hotspots) in der Bundesrepublik Deutschland auf die Insel Usedom gereist waren, hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald am Dienstag Verfahrensweisen für Besucher aus innerdeutschen Risikogebieten entwickelt.” Das sagte am Dienstagnachmittag Kreissprecher Achim Froitzheim.

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Demnach können Gäste aus Risikogebieten einreisen, wenn sie eine Negativ-Testung auf Covid-19 vorlegen, die nicht älter als 48 Stunden ist. Halten sich Gäste aus sogenannten Corona-Hotspots bereits im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf, können sie sich kostenpflichtig am Abstrichzentrum an der Universitäts-Medizin Greifswald testen lassen und bei negativem Ergebnis ihren Urlaub fortsetzten. „Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass auch Vermieter, Beherbergungsbetriebe und Hotelbetreiber ihrer Verantwortung nachkommen und potenzielle Gäste informieren sowie die Beherbergung ohne aktuelles Gesundheitszeugnis verweigern”, teilte der Landkreis weiter mit.

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Der Landkreis stellte drei detaillierte Verfahrensweisen vor:

1. Vor geplanter Einreise aus Risikogebiet:

Der Gastgeber informiert sich mindestens 48 Stunden vor Einreisetermin seiner Gäste nach MV über die aktuelle Risikolage am Herkunftsort der Gäste. Er informiert die Gäste darüber, ob die Möglichkeit der Einreise besteht und dokumentiert dies. Der Gast muss seinerseits bei der Einreise eine Negativ-Testung auf die Covid-19-Erkrankung vorlegen, die nicht älter als 48 Stunden sein darf. Bei Verweigerung dieser Verfahrensweise durch den Gast, darf keine Aufnahme im Beherbergungsbetrieb erfolgen.

2. Gast aus Risikogebiet ist schon am Urlaubsort:

Hält sich ein Gast aus einem Risikogebiet ohne aktuelles Gesundheitszeugnis und somit widerrechtlich am Urlaubsort auf, besteht folgendes Lösungsangebot: Der Gast erhält die Möglichkeit, sich kostenpflichtig zur Testung im IMD Labor Greifswald zu begeben. Danach muss er am Urlaubsort die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses in der Wohnung/im Hotelzimmer verbringen. In aller Regel liegt das Ergebnis am Folgetag vor.Bei negativem Ergebnis kann der Urlaub fortgesetzt werden. Bei positivem Ergebnis gilt der übliche Verfahrensablauf „positiver Fall“ für Covid-19-Erkrankungen.Bei Verweigerung des Test darf der Gastgeber keine weitere Beherbergung gewähren. Der Gast muss aufgefordert werden, die Heimreise anzutreten.

3. Gast ist bereits am Urlaubsort und Heimatort wird in dieser Zeit zum Risikogebiet:

Hält sich ein Gast bereits am Urlaubsort auf und sein Heimatort wird zu diesem Zeitpunkt zum Risikogebiet erklärt, muss eine rückwirkende Prüfung der Risikolage am Heimatort zum Zeitpunkt der Abreise erfolgen. Der Gast bekommt das Angebot auf einen Test, der bei geringsten Symptomen (Erkältungssymptome, Atemwegssymptome, Fieber) kostenfrei bleibt. Wiederum kann bei negativem Ergebnis der Urlaub fortgesetzt werden. Bei einem positivem Ergebnis gilt wiederum der Verfahrensablauf „positiver Fall“ einer Covid-19-Erkrankung.

In jedem Falle stellt der Test eine (unverbindliche) Momentaufnahme dar. Eine kritische Selbstbeobachtung und eine Reduzierung der sozialen Kontakte auf ein Minimum ist nach wie vor unbedingt angezeigt. Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen, ist vom Gast und vom Gastgeber die zuständige Gesundheitsbehörde zu informiert.

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