BAUGENEHMIGUNG

Wolgaster Umgehung kann Usedom-Staus entschärfen

Die Stadt ist mit kilometerlangen Autoschlangen das Nadelöhr zur Insel Usedom. Jetzt soll die Bundesstraße 111 spürbar entlastet werden. Das Projekt hat eine entscheidende Hürde genommen.
Die B111 ist ein Nadelöhr auf dem Weg zur Insel Usedom, wo es regelmäßig Staus gibt. Nun soll die Bundesstra&s
Die B111 ist ein Nadelöhr auf dem Weg zur Insel Usedom, wo es regelmäßig Staus gibt. Nun soll die Bundesstraße entlastet werden. Stefan Sauer
Wolgast ·

Der Baustart für die lange ersehnte Ortsumgehung Wolgast auf dem Weg zur Insel Usedom steht kurz bevor. Nach Angaben des Schweriner Infrastrukturministeriums ist die Klagefrist für den so genannten Planfeststellungsbeschluss abgelaufen. Damit besteht Baurecht für die Strecke, die Wolgast als Nadelöhr nach Usedom spürbar entlasten soll.

MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) zeigte sich zufrieden, dass keine Klagen gegen den Bau eingereicht wurden. Das zeige, wie groß die Zustimmung zu dem Projekt sei. „Nun müssen wir die Zustimmung des Bundes zum Beginn der Baumaßnahme einholen”, sagte er.

Erste Autos sollen 2022 über Brücke rollen

Wie Pegel weiter betonte, werde für August der Baustart erwartet. Zuerst werde kurz vor Wolgast die Brücke des Bachs Ziese erneuert. Das dafür notwendige Baufeld sei bereits im Februar vorbereitet worden. Um die Beeinträchtigungen für diesen Bauabschnitt so gering wie möglich zu halten, werde zunächst eine Behelfsbrücke errichtet, auf die der Verkehr umgeleitet werden soll. Anschließend erfolgten Abriss der alten und Bau der neuen Ziese-Brücke. Zum Frühjahr des Jahres 2022 sollen lauf Pegel die ersten Autos darüber rollen.

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Die Ortsumgehung Wolgast verbindet die A 20 mit den touristischen Zielen auf der Insel Usedom. Die Strecke wird 6,8 Kilometer lang sein. Es werden sechs Brücken, zwei Regenrückhaltebecken und mehrere Schutzwände errichtet. Das Hauptbauwerk wird die Brücke über die Peene mit einer Gesamtlänge von 1,4 Kilometern und einer lichten Höhe über dem Peenestrom von 42 Metern. Die Pylone der Brücke, die südlich von Stadtzentrum und Peenewerft entsteht, werden laut Projekt 70 Meter hoch sein. Die Gesamtkosten des Baus werden mit rund 140 Millionen Euro angegeben. Sage der Bund in Kürze die Finanzierung zu, könne mit der Fertigstellung in rund fünf Jahren rechnen.

 

 

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Kommentare (2)

Wer noch mehr Straßen sät, wird noch mehr Straßenverkehr ernten. Und das, wo die Bestandsstraßen einschließlich Brücken usw. in Unterhalt und Instandsetzung heute schon weitaus mehr Geld verschlingen, als vernünftigerweise dafür ausgegeben werden kann. Da nützt es nichts, wenn ein Herr Pegel auf Bundeskosten ein Wahlkampfgeschenk verteilt – die wahren Kosten folgen Jahre und Jahrzehnte später.

Aber der Swinetunnel zur Verkehrsbeschleunigung ist ja so bitterböse! Da handeln die Bösen und "wir" sind schließlich die Guten.

Der einzig richtige Weg wäre die zwangsweise Eindämmung des leidigen Straßenverkehrs mit Schaffung hochkapazitiver, attraktiver Alternativangebote. Wie war das doch gleich mit der "Modellregion"?

Bleiben Sie in Ihrem ideologischen Sumpf, fressen Sie weiterhin Grünzeug und halten Sie Ihren idiologisch verkrampften Schnabel.