WEGEN WARNSTREIK

13-Jähriger macht sich nachts auf Schulweg

Eine aufgeregte Mutter aus Rostock meldete sich in der Nacht zu Donnerstag bei der Polizei: Ihr Sohn war verschwunden. Der 13-Jährige legte offenbar Wert auf Pünktlichkeit.
Wegen des Streiks von Bus- und Straßenbahnfahrern hat sich ein Junge aus Rostock besonders früh auf den Weg zur Sch
Wegen des Streiks von Bus- und Straßenbahnfahrern hat sich ein Junge aus Rostock besonders früh auf den Weg zur Schule gemacht. Daniel Bockwoldt
Rostock.

Mitten in der Nacht meldete sich eine Frau aus Rostock-Toitenwinkel bei der Polizei: Gegen 2:30 Uhr am Donnerstagmorgen berichtete sie, dass ihr 13 Jahre alter Sohn nicht mehr in seinem Bett lag. Den Beamten zufolge hatte er auf seinem Schreibtisch einen Zettel gelassen, auf dem stand, dass er zur Schule unterwegs sei.

Der Junge hatte offenbar seine Schultasche mitgenommen. Nach Angaben der Mutter geht er sehr gern zur Schule – und er wusste, dass die Busse und Bahnen wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag nicht fahren würden.

Die Polizei begann sofort mit der Suche nach dem 13-Jährigen. Gegen 7:00 Uhr kam dann die Entwarnung: Die Schulsekretärin meldete, dass der Junge in der Schule sei.

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Kommentare (2)

Die Einstellung zur Schule ist außerordentlich pflichtbewusst und persönlich finde ich es absolut lobenswert. Allerdings hätte durchaus in unserer heutigen Zeit etwas passieren können, um diese Uhrzeit. Er sollte beim nächsten mal darüber nachdenken, was wichtiger ist, die Schule oder seine Gesundheit/Leben. Auch wie es seinen Eltern bei solch einem Entschluss geht.
Weiterhin finde ich Streiks durchaus legitim und auch wichtig, aber es sollte vorher die Möglichkeit eines sogenannten Notdienstes für eben gerade Schüler erwogen werden. Die Aussage vom Land......egal wie, Hauptsache ihr kommt zur Schule ist bedenklich und eindeutig wurde das Problem auf die Schüler bzw Eltern abgewälzt.

DAS nenne ich Pflichtbewusstsein!