Unsere Themenseiten

Angriff auf Verbindungsstudent

:

Linke schlagen Polizei in Greifswald in die Flucht

Ein Mitglied einer katholischen Studentenverbindung ist in Greifswald offenbar von Anhängern der linksalternativen Szene angegriffen und geschlagen worden.
Ein Mitglied einer katholischen Studentenverbindung ist in Greifswald offenbar von Anhängern der linksalternativen Szene angegriffen und geschlagen worden.
Claudia Marsal

Die Staatsgewalt musste sich zurückziehen: Eine Gruppe Linksalternativer hat sich wohl vor einem Veranstaltungszentrum der Polizei entgegengestellt.

Eine Menschenmenge hat der Polizei in der Nacht zu Sonntag in Greifswald auf der Suche nach drei Räubern den Weg versperrt. Die Beamten waren angerückt, nachdem ein Mitglied einer Studentenverbindung aus einer Gruppe von bis zu 50 Personen heraus angegangen worden war, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Drei bisher unbekannte Tatverdächtige hätten den 25-Jährigen bedrängt und beschimpft. Einer dieser drei Männer habe das Opfer dann geschlagen und ihm ein sogenanntes Verbindungsband entrissen. Anschließend flüchtete das Trio mit dem entwendeten Gegenstand in die Räume eines Veranstaltungszentrums in der Goethestraße, vor dem die Menschenansammlung sich aufgehalten hatte. Nach Informationen des Nordkurier handelt es sich um das "Ikuwo" – Internationales Kultur- und Wohnprojekt.

Der 25-Jährige verständigte die Polizei, die mit sechs Beamten anrückte. Diese wollten den Angaben zufolge zum Auffinden des Raubgutes und zur Feststellung der Tatverdächtigen die Räumlichkeiten betreten. Daraufhin hätten sich mehrere der anwesenden Personen mit den Gesuchten solidarisiert, hieß es. Etwa 15 von ihnen hätten vor dem Eingang eine geschlossene Kette gebildet und den Ordnungshütern auch verbal den Zutritt verweigert.

Staatsschutz hat Ermittlungen übernommen

Laut Polizei drängten sich auch hinter den Polizisten mehrere der Personen zusammen und die Stimmung wurde zunehmend aggressiver. Zur Deeskalation der Lage hätten die Beamten sich entschlossen, die Örtlichkeit zu verlassen, sagte eine Sprecherin mit. Verstärkung habe zur Verfügung gestanden, nach einer Prüfung der Verhältnismäßigkeit hätten sich die eingesetzten Beamten aber dagegen entschieden, diese zu alarmieren. Mit dem Veranstalter seien bereits am Tatabend Gespräche geführt worden. Die Polizei prüft, ob bei ihm und weiteren Personen ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. In Betracht kommt den Angaben nach zum Beispiel der Tatbestand der Strafvereitelung.

AfD-Abgeordneter zieht Vergleich zu Ellwangen

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm verglich den Rückzug der Polizisten in Greifswald mit dem ein Ellwangen, wo Asylbewerber Polizisten bedroht hatten, die einen Mann aus Afrika aus einem Asylbewerberheim holen wollten. "Wenn Polizisten deeskalieren müssen, ist die No-Go-Area nicht weit. Die Bürger erwarten zu Recht, dass der Staat endlich wieder Härte zeigt, dass Kriminelle nicht länger gehätschelt werden und, dass keine rechtsfreien Räume entstehen", so Holm.

Sascha Ott (CDU, Mitglied der Greifswalder Bürgerschaft, Gründer des Konservativen Kreises der CDU): "Es ist bezeichnend und beschämend, dass zum Abschluss einer als Toleranzwoche ausgerufenen linken Veranstaltungsreihe, die auch noch mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, dann ein Mensch attackiert wird, dessen vermutete Haltung diesen Menschen nicht behagt. Das ist natürlich das Gegenteil von Toleranz. Und es ist ein Unding und nicht hinnehmbar, dass diese Leute sich über das Gesetz stellen und sich in ebenfalls öffentlich geförderten Orten ihre eigenen rechtsfreien Räume schaffen."

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen übernommen, da nach bisherigem Stand von einer politisch motivierten Tat auszugehen ist. Das "Kkuwo" bietet als selbstverwaltetes Zentrum nach eigenen Angaben seit 2001 Raum für vielfältige Veranstaltungen und interkulturelle Begegnungen.

Der 25-Jährige gehörte der KDStV Alemannia an, die sich als katholischer Lebensbund von Studenten und Absolventen der Universitäten Greifswald und Münster versteht. Die Verbindung wurde eigenen Angaben zufolge 1891 in Greifswald gegründet und war während der Nazizeit und in der DDR verboten.

Kommentare (6)

Es ist doch ein Armutszeugnis der örtlichen Polizei. Wären es rechte gewesen,wäre das sicher nicht passiert. Der Polizeiführer,hätte alle Kräfte aus der Region plus Bundespolizei zusammen ziehen müssen um dem linken kriminellen die Schranken aufzuzeigen und den Rechtsstaat zu verteidigen. Warum hat der Polizeiführer nicht gehandelt oder waren keine Kräfte vorhanden?

Wegen einem Band einer Studentenverbindung alle Kräfte aus der Region plus Bundespolizei zusammenziehen. Sie glauben doch nicht selbst den Quatsch, den Sie von sich geben. Der Laden wird auch ohne polizeiliches Großaufgebot juristisch auseinander genommen, nachdem der Tatbestand der Strafvereitelung offensichtlich ist.

Ein Staat, dessen Vollzugsbeamte den Rückzug für klüger halten als die Durchsetzung des Rechts, hat a) seine Beamten falsch ausgebildet und b) ist kein Rechtsstaat mehr. Wenn die höchste Qualifikation des Innenministers „Diplom-Ingenieur für Land- und Forsttechnik" ist, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn seine Einsatzstäbe taktisch unkluge Entscheidungen zur erforderlichen lageabhängigen Personalstärke treffen. Wenn das Mode wird, daß die Polizei vor Rechtsbrechern kneift, sieht der Bürger keine Unterschiede mehr zwischen der Polizei und einem kostümierten Kasperleverein. Mutmaßlich kriminelle Machenschaften im Flüchtlingsamt, eine frustrierte Polizei, die Justiz im Dauerstress: Der Staat funktioniert immer weniger. Und die Bürger verlieren das Vertrauen. Die Deutschen kennen ihren Staat als penibel und regelwütig, der Mülltrennung anordnet und Rasenmähzeiten vorschreibt. Dort, wo er am wichtigsten wäre, die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, gleiten ihm allerdings die Dinge aus den Händen. Diesen Eindruck haben zunehmend mehr Bürger.

Ums mit den Worten des Herrn Caffier zu sagen: Ein Polizeistaat wie zu DDR Zeiten wird es nicht mehr geben. Der Staat wird nicht das Gewaltmonopol verlieren, er hat es bereits verloren. Die Polizei wird eines Tages nur noch ein bezahlter Wachschutz für Regierung und für die Reichen und Schönen sein. Rechtsfreier Raum wird nicht entstehen, er ist bereits vorhandenen und wird immer größer. Das ist das was die Politiker wollen.

Waren Sie einmal bei der Polizei oder sind Sie es etwa noch ? Hier ging es nicht um diese Kleinigkeit,wie Sie es ausdrücken,sondern um das kapitulieren vor dem linken Mopp. Aber vielleicht können Sie sich nicht in eine polizeiliche Lage hineinversetzen !

Es waren Polizisten, die eine Entscheidung getroffen haben. Und ich begrüße die Entscheidung der Polizei, weil ich mich in die Lage vor Ort hineinversetzen kann. Heutzutage behindern unpolitische Gaffer Rettungskräfte bei Unfällen, beleidigen und schlagen diese, weil sie beim Filmen des Unfallopfers gestört werden. Ich möchte weder einen Polizeistaat noch die Auflösung von Gesetz, Recht und Ordnung. Nerven verlieren, wie Sie es tun, ist kein guter Ratgeber für Polizisten.