FEUERWEHREINSATZ

17 verwahrloste Katzen aus Rostocker Wohnung gerettet

Strenger Geruch hat Nachbarn dazu veranlasst, die Polizei zu rufen. Die Feuerwehr öffnete eine vermüllte Wohnung voller Exkremente.
Stefan Tretropp Stefan Tretropp
Die befreiten Katzen wurden in das Tierheim Rostock-Schlage gebracht.
Die befreiten Katzen wurden in das Tierheim Rostock-Schlage gebracht. Rostocker Tierschutzverein e.V. - Tierheim Rostock-Schlage
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Rostock.

In der Wohnung eines Rostocker Mehrfamilienhauses hat ein Mann zahlreiche Katzen verwahrlosen lassen. Veterinär- und Ordnungsamt sowie Polizei und Feuerwehr wurden gerufen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte sich der Einsatz bereits Mitte April in der Wohnung im Stadtteil Reutershagen ereignet.

Als die Feuerwehr die Tür zur Wohnung gewaltsam öffnete, trafen die Beamten auf das blanke Entsetzen: 17 verwahrloste Katzen in einer vermüllten Wohnung, dazu hausten die Tiere in ihren eigenen Exkrementen, erklärte Yvonne Hanske, Pressesprecherin der Polizei. Der Gestank war für die Einsatzkräfte unerträglich, sodass sie nur mit einem Mundschutz die Wohnung betreten konnten.

Einige Katzen waren trächtig

Die Tierrettung der Berufsfeuerwehr nahm alle 17 Katzen in ihre Obhut und brachte sie zum Tierheim nach Schlage. Dort hat sich in der Zwischenzeit die Zahl der Katzen noch auf 21 erhöht, einige der Tiere waren trächtig.

„Die Polizei war im Einsatz, um das Veterinäramt zu unterstützen“, erklärte Hanske. Ermittlungen seitens der Polizei gibt es nicht, das Ordnungsamt hat den Fall übernommen. Bei dem Katzenbesitzer soll es sich um einen „psychisch auffälligen“ Mann handeln, um dessen Betreuung sich nun der sozialpsychiatrische Dienst kümmert.

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