TIEFSTSTAND

2020 so wenige Hochzeiten in MV wie lange nicht

Nicht einmal 10.000 Eheschließungen gab es voriges Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ursache dafür liegt natürlich auf der Hand.
dpa
Schwerin ·

Im Corona-Jahr 2020 haben in Mecklenburg-Vorpommern so wenige Menschen standesamtlich geheiratet wie seit mehr als zehn Jahren nicht. Laut vorläufigen Zahlen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Montag veröffentlichte, gab es 9560 Eheschließungen im Nordosten. Das entspricht den Angaben zufolge einem Rückgang von mehr als 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit mehr als 11 000 Eheschließungen. Weniger Eheschließungen gab es demnach zuletzt 2006.

Sterbefallzahlen in Mecklenburg-Vorpommern auf normalem Niveau

Bundesweit ging die Zahl der Eheschließungen laut Destatis im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zurück. Besonders deutlich sei der Rückgang im April gewesen, nachdem Standesämter wegen der Corona-Pandemie geschlossen hätten und weitere Einschränkungen in Kraft getreten seien, hieß es.

Destatis veröffentlichte ebenfalls vorläufige Zahlen zu Sterbefällen im vergangenen Jahr. Demnach starben in Mecklenburg-Vorpommern 21 857 Menschen und damit etwas mehr als im Vorjahr (21 702) und etwas weniger als 2018 (21 948). Deutschlandweit wurden 2020 laut Destatis fünf Prozent mehr Sterbefälle als im Vorjahr registriert. Dass es sich um ein Schaltjahr gehandelt habe und sich die Altersstruktur der Bevölkerung verändere, erkläre dabei nur einen Teil des Anstiegs.

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