Gericht
24-Jähriger gesteht im Prozess um Raubmord an Rentnerin 

Am Landgericht Schwerin wird derzeit ein Raubmord verhandelt (Symbolbild)
Am Landgericht Schwerin wird derzeit ein Raubmord verhandelt (Symbolbild)
Jens Büttner

Ein junger Mann hat im Prozess um einen Raubmord an einer 85-Jährigen in Schwerin ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Brutalität der Tat ist erschütternd.

Im Prozess um den Raubmord an einer 85 Jahre alten Rentnerin in Schwerin hat der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Bislang hatte der 24 Jahre alte gelernte Koch in dem vor zwei Wochen am Landgericht Schwerin begonnenen Prozess behauptet, er könne sich nicht daran erinnern, weil er zu viele Drogen konsumiert hatte. Die Anklage der Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und Raub vor.

Die Rentnerin hatte den Angeklagten Anfang September 2018 nachts in ihrem Einfamilienhaus bei einem Einbruch überrascht. Die alte Frau habe in ihrem Schlafzimmer geschrien, sagte der Angeklagte am Donnerstag. Deshalb habe er sie auf ihr Bett gedrückt und versucht, sie zu erwürgen oder sie mit einem Kissen zu ersticken.

Nach der Tat Haus durchsucht

Als dies nicht gelungen sei, habe er die Frau auf den Fußboden gezogen und heftig auf sie eingeschlagen und eingetreten. Nach etwa zehn Minuten habe er von ihr abgelassen, weil er keine Kraft mehr gehabt habe. Zu diesem Zeitpunkt habe sie noch gelebt.

Hilfe zu holen sei ihm nicht in den Sinn gekommen, sagte er auf Nachfrage eines Richters. Später habe er eine Decke über den leblos erscheinenden Körper gelegt. Nach der Tat durchsuchte der mutmaßliche Mörder demnach zwei Stunden das Haus. Er floh mit 150 Euro, etwas Schmuck und Besteck sowie zwei Schließfachschlüsseln. Sechs Tage später stellte er sich der Polizei.