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250 Menschen demonstrieren für Ikuwo

In Greifswald haben Sympathisanten des Kulurzentrums Ikuwo demonstriert – weil sie das Zentrum durch die Debatte der vergangenen Tage „kriminalisiert” sehen.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Die Demonstranten zogen unter anderem am Museumshafen entlang.
Die Demonstranten zogen unter anderem am Museumshafen entlang. Fleischervorstadt-Blog
Die Demonstranten zeigten zahlreiche Plakate - unter anderem dieses.
Die Demonstranten zeigten zahlreiche Plakate – unter anderem dieses. Fleischervorstadt-Blog
Greifswald.

Nach der Hausdurchsuchung beim linksalternativen Greifswalder Kulturzentrum „Ikuwo” haben am Sonntag rund 250 Menschen in der Greifswalder Innenstadt ihre Solidarität mit dem Zentrum bekundet. Laut Polizei sei die Veranstaltung „friedlich und absolut störungsfrei” verlaufen. 

Die Demonstration richtete sich gegen die „Kriminialisierung” des Kulturzentrums und seiner Aktivitäten – so bewerten viele in der Stadt die Polizeiaktion in dem Zentrum vor anderthalb Wochen. Auf Transparenten warben die Teilnehmer für Solidarität mit dem Ikuwo und zeigten Sprüche wie „Freiräume statt Repression”.

Durchsuchung als unverhältnismäßig kritisiert

Die Polizei hatte gut sechs Wochen nach einem Raubüberfall auf einen Verbindungsstudenten mit knapp 100 Beamten in dem Kulturzentrum und einer zugehörigen Wohnung nach dem Diebesgut gesucht – es allerdings nicht gefunden. Der Betreiberverein des Ikuwo sowie der „Arbeitskreis kritischer Juristen” (AKJ) hatten die Aktion als unverhältnismäßig und überzogen kritisiert.

Der AKJ hatte unter anderem bemängelt, der richterliche Durchsuchungsbeschluss sei zum Zeitpunkt der Maßnahme bereits mehrere Wochen alt gewesen. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sagte dazu am Montag auf Anfrage, dabei handle es sich um ein "übliches Vorgehen”. Bis Durchsuchungsbeschlüsse von der Polizei vollstreckt würden, könnten mitunter mehrere Tage oder Wochen vergehen: „Da geht es einfach um Taktik.”

CDU und AfD fordern Härte

Auch in der Politik tobt eine Debatte über die Frage, ob der Einsatz überzogen war. Die Linke und örtliche Politiker der Grünen hatten das Ikuwo in Schutz genommen, CDU und AfD hatten hingegen ein hartes Vorgehen gefordert.

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Kommentare (2)

Das ist kein Kulturzentrum, das ist das linksautonome Gewaltplanungszentrum, welches geschlossen werden sollte. Wer der Staatsmacht, hier die Polizei den Zugang mit Gewalt verweigert, hat etwas zu verbergen.
Die Polizei hätte sich noch in der selben Nacht mit Verstärkung Zugang verschaffen müssen, nicht erst Tage später, wo diese Leute alle Beweismittel beseitigen bzw. wegschaffen könnten, weil sie wussten, daß die Polizei wiederkommt. Der Verfassungsschutz sollte dort massiv dranbleiben.

NK, warum ist der Artikel schon 5 min nach den ich meinen Kommentar abgegeben habe in der Versenkung verschwunden?
Nur wenn man die Überschrift kennt ist er wieder lesbar. Also liest den niemand mehr.
Warum bleiben hauptsächlich Meinungen stehen, die mit der Meinung der gesamten schreibenden Belegschaft des NK übereinstimmen, anderes sofort in der Versenkung verschwindet? So wird die vielgepriesene Meinungsfreiheit nicht verwirklicht.
Wenn sie mit anderen Meinungen nicht einverstanden sind, können sie die Kommentarsfunktion auch abschaffen!
Alle Menschen können niemals einer Meinung sein.