GRÜNER EU-ABGEORDNETER

27-Jähriger erklärt Schwerin wie ländlicher Raum zu fördern ist

In ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns fehlt Geld, um Strukturen zu erhalten. In Brüssel liegt Geld für Investitionen bereit. Doch da heranzukommen, ist für viele Menschen zu schwierig, bedauert der grüne EU-Abgeordnete Niklas Nienaß und fordert Abhilfe.
dpa
Der EU-Abgeordnete Niklas Nienaß (Bündnis 90/Die Grünen) in der Geschäftsstelle der Grünen. Der 27-j
Der EU-Abgeordnete Niklas Nienaß (Bündnis 90/Die Grünen) in der Geschäftsstelle der Grünen. Der 27-jährige will der Landesregierung erklären wie der ländliche Raum gefördert werden muss. Bernd Wüstneck
Rostock.

Der Grünen-Europaabgeordnete Niklas Nienaß hat die Landesregierung aufgefordert, den Menschen im Land mehr Hilfestellung bei Anträgen zur Förderung des ländlichen Raums zu geben. Ehrenamtler seien damit meist überfordert, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es sei schade, dass diese Unterstützung nicht passiere. „Es liegt viel Geld in den europäischen Fördertöpfen, das in der Region investiert werden will.“ So könnte die Landesregierung Stellen für Lotsen schaffen, die auch in den Kreistagen proaktiv informieren.

Der 27-jährige Nienaß ist der einzige Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern im neu gewählten Europäischen Parlament. Er ist in der Grünen-Fraktion als Koordinator für Regionale Entwicklung tätig. Um den Gleichheitsgrundsatz einzuhalten, müsse der ländliche Raum viel intensiver gefördert werden als bisher, sagte er vor dem Hintergrund von massiven Versorgungsproblemen auf dem Land bei Bildung, Mobilität, medizinischer Versorgung oder kulturellem Angebot. Menschen müssten gleich behandelt werden, egal wo sie leben.

Es sei eines seiner Ziele, in den kommenden fünf Jahren eine Software zu entwickeln, mit der passgenau der richtige Fördertopf für ein Projekt zu finden sei. „Wenn wir die Regionen stärken, können wir auch dem Rechtspopulismus entgegenwirken“, sagte Nienaß.

Die Landesregierung sei in der Pflicht, Strukturen auf dem Land zu erhalten beziehungsweise aufzubauen. Überall müssten junge Familie sagen können: „Hier lassen wir uns nieder“, sagte Nienaß. Denn seiner Ansicht gibt es genügend Menschen, die auf dem Land leben wollen. Sie schreckten aber vor den Schwierigkeiten zurück. „Es fehlt in vielen Regionen einfach alles, weil die Strukturen abgebaut worden sind.“

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Kommentare (1)

mal die Ruinen wegräumen!