SCHULEN BETROFFEN

111 neue Corona-Infektionen in MV am Wochenende

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in MV erneut gestiegen. Der zweite MV-Landkreis hat den Warnwert von 35 überschritten. Experten haben zwei Infektionsherde ausgemacht.
dpa
Den Spitzenwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz weist innerhalb des Landes der Landkreis Rostock mit 40 auf (Symbolbild).
Den Spitzenwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz weist innerhalb des Landes der Landkreis Rostock mit 40 auf (Symbolbild). Marius Becker
Schwerin.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Wochenende weiter um 111 gestiegen. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales 78 neue Fälle, am Sonntag 33. Sechs Covid-Patienten wurden in Kliniken eingeliefert. Insgesamt mussten seit Beginn der Pandemie in MV 218 Menschen stationär wegen der Folgen einer Corona-Infektion stationär behandelt werden, 26 davon auf der Intensivstation.

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Den stärksten Zuwachs an Neuinfektionen gab es am Wochenende den Angaben zufolge im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 34, gefolgt vom Landkreis Rostock mit 23 neuen nachgewiesenen Fällen, der Stadt Rostock mit 17 und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 13. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden am Wochenende 8 neue Fälle gemeldet.

Zwei Landkreise mit Warnwert über 35

In Vorpommern-Greifswald ist unter anderem eine Behindertenwerkstatt betroffen, wo sechs Infektionen festgestellt wurden. Auch in einer Grundschule in Ueckermünde sei bei einem Kind das Coronavirus nachgewiesen worden. Eine Klasse und ein Lehrer seien bis zum 4. November in Quarantäne geschickt worden.

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Den Spitzenwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz weist innerhalb des Landes inzwischen der Landkreis Rostock mit 40 auf. Auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat mit 37,6 den Warnwert von 35 überschritten.
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte dagegen am Sonntag einen Wert von 30,9 – weniger als noch vor einer Woche. Der Landkreis hatte seine Corona-Maßnahmen verschärft. Auch Ludwigslust-Parchim hat mit 21,2 einen niedrigeren Wert als noch vor einer Woche (17.10. – 30,6).

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33 Schüler infiziert

Besonders betroffen ist der Raum Güstrow im Landkreis Rostock. Dort sind aktuell 33 Schüler und Lehrer des John-Brinckman-Gymnasiums infiziert, wie der Landkreis am Sonntag mitteilte. Im Zusammenhang mit einer privaten Feier mit 95 Gästen am 16. Oktober seien 13 Infektionen festgestellt worden, darunter neun Schüler des Gymnasiums.

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Der Inzidenzwert in der Stadt Güstrow und dem Amt Güstrow-Land sei auf nun 91,1 gestiegen. Die Zahlen könnten noch weiter steigen: Von den 760 Tests, die von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern des Gymnasiums am Donnerstag genommen worden waren, steht den Angaben zufolge bei 110 das Ergebnis noch aus.

Infektionsherde eindämmen

Schon seit Freitag gelten für den Raum Güstrow verschärfte Hygienemaßnahmen. Der Landkreis Rostock werde die Situation am Montag erneut bewerten, wenn die Auswertung der Testreihen am John-Brinckman-Gymnasium vollständig abgeschlossen sei, hieß es. "Dort, wo Fälle gehäuft auftreten, wird der Landkreis vorgehen, um Infektionsherde einzudämmen", erklärte ein Sprecher.

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Mit dem KMG Klinikum Güstrow verhängte am Wochenende ein weiteres Krankenhaus im Land einen Besuchsstopp. Ausnahmen gelten nur für Patienten in äußerst kritischen Situationen und Kinder unter 16 Jahren. Unberührt vom Verbot seien Termine im Klinikum. Sie fänden unter den üblichen Präventionsmaßnahmen nach wie vor statt.

Zuvor hatten bereits die Helios Kliniken in Schwerin und das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg an allen seinen Standorten Neubrandenburg, Altentreptow und Malchin Besuchsstopps verhängt. Für das Krankenhaus Malchin herrscht darüber hinaus bis auf Weiteres auch ein Aufnahmestopp. Dort hat es mehrere Coronafälle unter den Mitarbeitern gegeben.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Mecklenburg-Vorpommern laut Lagus nachweislich 2176 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand Sonntagnachmittag). 21 Menschen sind bislang daran gestorben. Genesen sind nach Schätzungen der Behörden 1463 Menschen.

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Kommentare (14)

Wo sind die Kommentare hin, die sonst täglich alles klein reden und runter spielen? Oder gab es die eigentlich nicht, auch so eine Illusion wie Corona selbst?

der hat geschrieben, "Simsalabim hat es noch nie verstanden."

Die übliche Angst-Propaganda für die Corona-Gläubigen...

meinen Sie sicher die 90% der Bevölkerung, die sich an die AHA regeln halten und dazu beitragen, daß wir keine amerikanischen, belgischen oder brasilianischen Verhältnisse haben?
Im Umkehrschluß gibt es leider 10% Covidioten die denken, daß sie aufgrund der Penetranz, vor allem in den asozialen Netzwerken, in der Mehrheit und im Recht sind.
Verhält sich ähnlich, wie mit den Rechten. Zufall?

in Belgien zum arbeiten.
Welche Verhältnisse meinen Sie?
Bestimmt die, die Ihnen täglich in Bild und ARD vermittelt werden.

... tut's noch weh?

Wo sind die Werte des Landkreises MSE? Dafür das man hier schon fast Risikogebiet war, scheint es ja wieder ruhig zu werden! Auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim entspannt sich die Lage?
[Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis. Die Zahlen für LUP und MSE wurden im Artikel ergänzt.]

Schade, dass man darüber so im Unklaren gelassen wird.

im Leichensack über die Straßen getragen werden, und wenn Massengräber, so wie in Italien ausgehoben werden, wird auch der Coronaverharmloser erkennen, das er falsch liegt. Zu spät....!

ausgezeichnete Satire -mehr davon

sind keinerlei Infektionen. [Frage d. Red.: Das behaupten Sie. Haben Sie dafür Belege oder trollen Sie nur? Die Red.]
Das werden die Leichensackträumer nie verstehen.
Die Lüge hat sich etabliert. [ Welche Lüge soll sich Ihrer Meinunge nach etabliert haben? Frage d. Red.]
Wie so oft. Leid tun mir nur die Menschen, die tatsächlich Angst vor einer Gefahr haben und die tatsächliche Bedrohung nicht sehen. In Berlin konnte man heute schon die Erben der Täter von 1919 erleben.

.....Zauberlehrling, Klimbim und Analphabet......klären mal wieder auf. Was für eine Lachnummer. :-):-):-)

haben nur simuliert. Wurden von einem Nichts dahingerafft!

Positiv getestete Menschen sind keine Infizierten Patienten. Das gibt ausdrücklich das RKI vor! Im März wurden völlig korrekt die Symptome -auch laut Vorgabe RKI- abgefragt, um festzustellen, ob eine Infektion vorliegt. Inzwischen wird ein nicht verifizierer Test und eine unbegründete Testhäufigkeit zur Darstellung einer Krankheit benutzt. Das ist die Lüge, denn somit befinden sich die meisten falsch positiv getesteten Menschen umsonst in Quarantäne und die sich ausbreitende Angst vor anderen Mitmenschen ist künstlich hervorgerufen.

Merkwürdig ist das viele Fussballer erst positiv und dann negativ getestet werden. Die Fälle häufen sich in den letzten Wochen. Ich dachte immer der Test sei zu nahezu 100% sicher.
[Haben Sie Belege für Ihrer Bauhauptungen. – Die Red.]