Ein 37-Jähriger soll versucht haben, zwei Menschen zu ermorden.
Ein 37-Jähriger soll versucht haben, zwei Menschen zu ermorden. Stefan Tretropp
Die Spurensicherung war vor Ort.
Die Spurensicherung war vor Ort. Stefan Tretropp
Mordermittlungen

37-Jähriger will Schlafende in Rostocker Gartenlaube abfackeln

Ein 37-Jähriger soll in Rostock eine Gartenlaube angezündet haben, in der zwei Menschen schliefen. Kurze Zeit später fand man an gleicher Stelle einen Schwerverletzten mit Stichwunde.
Rostock

Die Polizei ermittelt gegen einen 37-jährigen Mann aus Rostock wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Er soll am frühen Freitagmorgen gegen 3.40 Uhr eine Gartenlaube in der Südstadt angezündet haben, in der zwei Personen schliefen. Die wachten rechtzeitig auf und konnten das Feuer löschen. Der 37-Jährige wurde festgenommen. Offenbar passierte die Tat im Obdachlosenmilieu. In der Gartenlaube übernachten seit einiger Zeit regelmäßig Menschen ohne Wohnung.

Zwei Mordmerkmale erfüllt

Weil die Opfer schliefen und er Feuer legte, seien die beiden Mordmerkmale Heimtücke und Einsatz gemeingefährlicher Mittel erfüllt, so die Polizei. Entsprechend werde wegen versuchten Mordes ermittelt.

Nur wenige Stunden später gegen 11 Uhr fanden Zeugen vor derselben Laube einen schwer verletzten 42-Jährigen. Er wies eine Stichverletzung an einer seiner Nieren auf und hatte bereits viel Blut verloren. Der Mann kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

Kriminaltechniker untersuchten den mutmaßlichen Tatort. Die Stichverletzung sei nach ersten Erkenntnissen nicht frisch gewesen. Die Kriminalpolizei ermittelt auch, ob zwischen beiden Taten ein Zusammenhang besteht.

 

zur Homepage