Nicht mehr viele Menschen in MV verstehen noch Plattdeutsch.
Nicht mehr viele Menschen in MV verstehen noch Plattdeutsch. Ulrich Perrey
Rekordversuch

499 Mal „Pastor sien Kauh“ gesungen

Beim Plattdeutschen Singefest sollte ein alter Rekord gebrochen werden. Dabei ging es um ein plattdeutsches Volkslied und seine vielen Strophen.
dpa
Barth

Der Rekordversuch, beim Plattdeutschen Singefest am Sonntag in Barth (Vorpommern-Rügen) möglichst viele Strophen des Volksliedes „Herrn Pastor sien Kauh“ zu singen, ist nicht gelungen. Wie ein Sprecher des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises am Montag sagte, wurden von den Gästen am Nachmittag insgesamt 499 unterschiedliche Strophen intoniert. Zum Singefest waren im Bibelzentrum Barth rund 150 sangesfreudige Menschen gekommen.

Damit sei Mecklenburg-Vorpommern aber trotzdem „gut vorn dabei“, sagte der Sprecher. Das zeige ein Blick auf bisherige Höchstwerte. So sollen Leute im niedersächsischen Emsbüren 2007 einmal 505 plattdeutsche Strophen des Liedes angestimmt haben, der Rekord liege bei etwa 1000 Strophen, hieß es.

In dem Lied, das heute den Status eines „Kultliedes“ habe, wird beschrieben, wie die Kuh des Dorfpastors plötzlich stirbt und dann ziemlich alle Dorfbewohner Anteile für „teils doch recht exotische Verwendungszwecke“ erhalten. So werden auch Trommelfell und Gebiss des Tieres auf lustige Weise wichtigen Leuten aus dem Dorf zugeschrieben. Das Plattdeutsche Singefest war auch Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zeit für Dich – Spiritueller Sommer im Norden“ der Nordkirche sein.

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