Schul-Start

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Lehrer-Mangel trotz hunderter Neueinstellungen

Mecklenburg-Vorpommern hofft bis zum Schulstart am Montag noch auf weitere neue Lehrer.
Mecklenburg-Vorpommern hofft bis zum Schulstart am Montag noch auf weitere neue Lehrer.
Heiko Wolfraum

Am Montag beginnt das neue Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land benötigt neue Lehrer. Doch die Suche gestaltet sich schwierig.

Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr 633 Lehrer neu eingestellt, hofft bis zum Schulstart am Montag aber noch auf weitere Vertragsabschlüsse. Wie Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Donnerstag mitteilte, hatte das Land im Februar zum Schuljahr 2018/2019 zunächst 642 Lehrerstellen ausgeschrieben.

Seither kamen den Angaben zufolge aber noch einige dazu. Wie hoch der Lehrerbedarf aktuell noch ist, wurde nicht mitgeteilt.

24 Lehrer wechseln aus anderen Bundesländern

Laut Hesse wurden bislang 473 Lehrer unbefristet eingestellt, 136 erhielten befristete Arbeitsvertrag. Unter den neu eingestellten Lehrkräften seien 183 sogenannte Seiteneinsteiger, die damit knapp ein Drittel der neuen Lehrer ausmachten.

24 Pädagogen wechselten laut Ministerium im Rahmen des Lehrertauschprogramms aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern.

Landeselternrat vor Schulstart besorgt

„Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, ist nicht einfacher geworden. Sie sind bundesweit gefragt, weil andere Länder einen sehr großen Bedarf haben”, erklärte Hesse. Nach ihrer Meinung müsse das Land in diesem Jahr aber mit den Einstellungszahlen „alles in allem zufrieden sein”.

In der derzeit laufenden Vorbereitungswoche würden weitere Einstellungsverfahren zu Ende geführt. Kritik der Landtagsopposition wies sie zurück: Das Heraufbeschwören einer dramatischen Lehrkräftesituation zum neuen Schuljahr entbehre jeder Grundlage.

Neben der Linksfraktion hatte sich auch der Landeselternrat angesichts drohender Lücken in den Lehrerkollegien besorgt gezeigt. Die stellvertretende Vorsitzende des Landeselternrats, Stefanie Kirsch, forderte Hesse auf, genau zu ergründen, weshalb nur 142 von 246 Lehramtsreferendaren in den Schuldienst des Landes wechselten.